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29.08.2013

Deutsche Bahn Veraltete Stellwerke verschärfen Personalengpässe

Die 3.392 Stellwerke in Deutschland sind im Durchschnitt 45,4 Jahre alt.

Berlin – Das Stellwerksdesaster der Deutschen Bahn in Mainz hat ein ernstes Personalproblem ans Tageslicht befördert: Es fehlt qualifizierter Nachwuchs. Die Bahn hat in den vergangenen Jahren zu stark die Kosten gedrückt, frei werdende Stellen wurden nicht wieder besetzt.

Doch der akute Mangel an Fahrdienstleitern hat laut dem „Handelsblatt“ noch einen anderen Grund. Die Bahn arbeite mit veralteter Technik. Nach Angaben der Bahn sind die 3.392 Stellwerke im Durchschnitt 45,4 Jahre alt. Fast jedes dritte ist mehr als 70 Jahre alt, viele Anlagen wurden noch zu Kaisers Zeiten gebaut.

Die Umstellung auf moderne, elektronische Stellwerke dagegen stockt. Erst zwölf Prozent der Stellwerke sind auf dem neuesten technischen Stand. Für die Bahn hat das weitreichende Konsequenzen. Es fehlt an Fahrdienstleitern, die die alte Technik beherrschen. Zudem tut sich die Bahn schwer, neues Personal für Stellwerke zu gewinnen. Wegen der stockenden Modernisierung braucht die Bahn deshalb 12.000 Fahrdienstleiter.

„Die Personalsituation auf den Stellwerken wird wegen der Überalterung der Belegschaft eher noch kritischer in den nächsten Jahren“, prophezeit Ronald Pörner, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bahnindustrie (VDB). „Um den Betrieb sicherzustellen, bleibt der Bahn gar keine Wahl als die Modernisierung“, sagte Pörner dem „Handelsblatt“.

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