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25.11.2010

Deutsche Wirtschaft kaum gegen Terrorschäden versichert

Berlin – Die deutsche Wirtschaft sucht kaum Versicherungsschutz gegen die finanziellen Risiken eines Terroranschlags. „Große Bereiche der Industrie haben sich bei uns nicht gegen solche Risiken versichert“, sagte Dirk Harbrücker, Vorstand des Spezialversicherer Extremus Versicherungs-AG, der Tageszeitung „Die Welt“. Ähnliches beobachtet Munich Re, einer der weltweit größten Rückversicherer. „Das Interesse von Unternehmen an Terrorversicherungen ist gering“, sagte Heike Trilovszky, die Leiterin des Firmenkundengeschäfts bei Munich Re.

Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in den Zahlen von Extremus wieder. Das Unternehmen war nach den Terroranschlägen von 2001 auf die USA von den deutschen Versicherern mit Unterstützung der Bundesregierung gegründet worden. Vorrangig haben sich Immobiliengesellschaften, Fonds, Banken, Versicherungen sowie Flughäfen dort versichert. Allerdings scheint sich die Lage seit der vergangenen Woche zu ändern. „Das Interesse von Neukunden hat mit den Terrorwarnungen spürbar zugenommen“, so der Extremus-Manager.

Munich Re-Expertin Trilovszky warnte daher auch vor früheren Überlegungen, Extremus als gemeinsame Gesellschaft der deutschen Versicherer wegen zu geringer Nachfrage wieder zu schließen. „Das wäre ein großer Fehler“, sagte sie. „Denn die private Versicherungsindustrie kann den Fehler von vor 2001 nicht wiederholen, große Terrorschäden selbst zu tragen.“

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