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Wirtschaft fordert eine klare Linie in der Energiepolitik

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17.01.2012

Energie Wirtschaft fordert eine klare Linie in der Energiepolitik

Driftmann verlangt Einbindung in internationalen Kontext.

Die deutsche Wirtschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer klaren Linie bei der Durchsetzung der Energiewende aufgefordert. “Die Richtlinienkompetenz der Bundeskanzlerin muss eingesetzt werden, um Lösungen zu bringen”, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, am Dienstag in Berlin.

Für die Energiepolitik nach der Abkehr von der Atomkraft brauche es kein neues Ministerium, “aber eine klare und eindeutige Abstimmung der Arbeiten”, sagte Driftmann. Zwischen dem Wirtschaftsministerium und dem Umweltressort gab es immer wieder Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Weg hin zu einer Energieversorgung vor allem aus erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Sonnenenergie.

Die deutsche Energiewende werde international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, sagte Driftmann. Bei einem Scheitern stehe daher der gute Ruf Deutschlands als leistungsfähiges Technologieland auf dem Spiel. “Die Energiewende muss uns gelingen,” forderte der DIHK-Präsident.

Die größten Sorgen für die deutschen Unternehmen seien hohe Strompreise und mögliche Stromausfälle bei der Umstellung auf andere Energiequellen, sagte Driftmann. Zudem müsse die nationale Energiepolitik international eingebunden werden. “Deutschland soll sich im Wettbewerb als attraktiver Standort für Stromerzeugung beweisen, denn am Ende wollen wir ja unser hoffentlich erfolgreiches Projekt Energiewende auch exportieren”, erklärte er.

Der Vorstandsvorsitzende des Stromkonzerns RWE, Jürgen Großmann, warf Deutschland bei der Energiewende einen “Rückfall in nationales Handeln” vor. Der Ausstieg aus der Atomkraft sei “ohne Rücksicht auf Partner und ohne Rücksicht auf Verluste” durchgesetzt worden, sagte Großmann bei der “Handelsblatt”-Jahrestagung zur Energiewirtschaft in Berlin. Dennoch betonte der RWE-Chef die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. “An RWE wird die Energiewende nicht scheitern”, sagte er.

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