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23.07.2019

Deutsche Spitzenökonomen Johnson-Wahl belastet Wirtschaft

Großbritannien werde einen hohen wirtschaftlichen und sozialen Preis zahlen.

Berlin – Deutsche Spitzenökonomen halten nach der Wahl von Boris Johnson zum Vorsitzenden der britischen Tory-Partei – und damit zum designierten Premierminister – einen ungeordneten Brexit für wahrscheinlicher.

Noch gefährlicher als dieses Austrittsszenario ist für die Wirtschaft aber nach Auffassung der Wirtschaftsweisen Isabel Schnabel die Unberechenbarkeit des neuen Regierungschefs: „Die erhöhte Unsicherheit ist Gift für die britische und letztlich auch für die europäische Wirtschaft“, sagte Schnabel dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe).

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hat deshalb zum ungeordneten EU-Austritt eine klare Meinung: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, also lieber einen Brexit ohne Abkommen jetzt, als ein langer Verhandlungsprozess mit hoher Unsicherheit“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“.

Großbritannien werde einen hohen wirtschaftlichen und sozialen Preis für den Brexit zahlen. „Ich bin überzeugt, dass Deutschland und die meisten anderen Europäer einen Brexit ohne Abkommen gut wegstecken werden, ohne größere Kosten für die Wirtschaft“, sagte der Ökonom. Gerade für die deutsche Wirtschaft sei es wichtig, schnell Klarheit über die Zukunft Großbritanniens zu gewinnen als noch länger unter der gegenwärtigen Unsicherheit zu leiden.

Gabriel Felbermayr vom Institut für Weltwirtschaft wiederum glaubt, dass Johnson in genau der gleichen Lage wie seine Vorgängerin ist: „Die EU wird ihm jetzt nicht die Zugeständnisse machen, die sie Frau May verweigert hat. Das Londoner Parlament wird sich gegen einen ungeregelten Brexit zur Wehr setzen, und er kann sich kaum für Mays Austrittsabkommen stark machen, das er so bekämpft hat“, sagte Felbermayr der Zeitung.

Der Ökonom rechnet daher mit baldigen Neuwahlen und einem neuerlichen Aufschub des Austrittsdatums über den 31. Oktober hinaus. „Die Hängepartie geht weiter, und mit der Dauer wachsen die ökonomischen Schäden“, so Felbermayr.

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