Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Rückschlag bei Werbekampagne für E-Postbrief

© Deutsche Post AG

14.08.2011

Deutsche Post Rückschlag bei Werbekampagne für E-Postbrief

Für viele Bereiche sei die Schriftform zwingend notwendig.

Berlin – Mit ihrer millionenschweren Werbekampagne für den sogenannten E-Postbrief muss die Deutsche Post eine empfindliche Schlappe einstecken. Das Unternehmen hatte damit geworben, dass der E-Postbrief „so sicher und verbindlich“ sei „wie der Brief“ und „die Vorteile des klassischen Briefes ins Internet“ übertrage. Genau das jedoch ist nach Auffassung des Landgerichtes Bonn nicht der Fall, berichtet der „Spiegel“.

Für viele Bereiche, wie etwa Kündigungen von Wohnungen, so das Gericht, sei die Schriftform und vor allem eine eigenhändige Unterschrift zwingend notwendig. Eine sichere elektronische Signatur gebe es bei dem von der Post beworbenen E-Postbrief jedoch nicht. Die Werbeaussagen seien deshalb irreführend. Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Dort geht man davon aus, dass Verbraucher wichtige Fristen, wie etwa Kündigungstermine, versäumen könnten, wenn sie den Werbeaussagen der Deutschen Post folgten.

Für die Post und ihren Vorstandschef Frank Appel ist der noch nicht rechtskräftige Gerichtsbeschluss ein Rückschlag. Appel kämpft seit Jahren gegen sinkende Umsätze im Briefgeschäft. Der E-Postbrief als Mischung zwischen E-Mail und normalem Brief sollte dem Unternehmen neue Geschäftsfelder eröffnen und einen Vorsprung vor lauernden Konkurrenten, wie etwa der Deutschen Telekom, sichern. Die will demnächst mit einem ähnlichen Produkt (De-Mail) an den Start gehen.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/deutsche-post-rueckschlag-bei-werbekampagne-fuer-e-postbrief-25995.html

Weitere Nachrichten

Clemens Fuest 2012 ZEW

© Institut der deutschen Wirtschaft Köln / CC BY 2.0

Agenda 2010 Wirtschaftsweisen-Chef warnt SPD vor Aufweichung

Deutsche Top-Ökonomen haben die SPD davor gewarnt, die Reformagenda 2010 aufzuweichen. "Die Politik sollte sich auch im Wahlkampfmodus erst einmal fragen, ...

Frankfurt IG Metall

© Epizentrum / CC BY 3.0

IG Metall NRW Arbeitsplätze bei Opel in Bochum nicht gefährdet

Die IG Metall in NRW bereitet sich auf den Verkauf von Opel an den französischen Automobilkonzern PSA vor. "Wir müssen intern bewerten, ob der Deal mit PSA ...

Donald Trump 2015

© Gage Skidmore / CC BY-SA 3.0

Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff Wir machen keine Pfötchen vor Trump

Der Arbeitgeberfunktionär und Unternehmer Arndt Kirchhoff, sieht "ein bisschen verwirrt" aber gelassen auf das Verhalten des neuen US-Präsidenten. "Die ...

Weitere Schlagzeilen