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Deutsche pochen im Internet auf staatlichen Schutz

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28.02.2012

Studie Deutsche pochen im Internet auf staatlichen Schutz

Computerschädlinge, Online-Kriminalität und Cyber-Attacken.

Berlin – Der Schutz vor Computerschädlingen, Online-Kriminalität und Cyber-Attacken ist nach Ansicht einer Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland eine zentrale Aufgabe des Staates. Für knapp drei Viertel aller User obliegt es unter anderem der Regierung, für mehr Sicherheit im World Wide Web zu sorgen, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hervorgeht. Der Meinung, dass sich jeder Internet-Surfer selbst um seinen Schutz kümmern müsse, sind hingegen 26 Prozent der Befragten. Sie lehnen eine zu starke staatliche Reglementierung ab.

Laut DIVSI resultiert daraus: Wer sich nicht auskennt, fordert Schutz, wer sich sicher fühlt, wünscht Freiheit. Dies stelle die Politik vor ein Dilemma. Aufgabe sei es, eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden, hieß es in der Studie weiter, an deren Entstehung auch der Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck mitwirkte.

Mehr digitale Milieus

Der Studie zufolge ist die digitale Gesellschaft in Deutschland vielschichtiger als bislang angenommen. Die häufig vorgenommene Einteilung in Onliner und Offliner spiegele die Realität nicht richtig wieder, sie werde von zwei Gräben durchzogen. Der erste trenne die sogenannten digitalen Außenseiter vom Rest der digitalen Gesellschaft. Zu dieser Gruppe gehören demnach rund 27 Millionen Menschen oder 39 Prozent der Bevölkerung, die komplett bis nahezu komplett ohne das Internet leben.

Der zweite Graben trennt die sicheren Vielnutzer (sogenannte Digital Natives) von den Außenseitern und den „Digital Immigrants“, die zwar regelmäßig, aber sehr selektiv durchs Netz surfen. Zu den Netz-Einwanderern gehören etwa 14 Millionen Menschen beziehungsweise ein Fünftel der Deutschen. Sie sorgen sich häufiger um ihre Privatsphäre und den Schutz ihrer Daten.

Zu den „Natives“ wiederum zählen etwa 28 Millionen Menschen (41 Prozent der Bevölkerung), die das Internet als natürlichen Bestandteil ihrer Lebenswelt empfinden.

Das Institut hat für die Studie im September und Oktober vergangenen Jahres 2.000 Menschen durch das Sinus-Institut befragen lassen.

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