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18.10.2010

Deutsche Behörden erkennen ausländische Abschlüsse oft nicht an

Berlin – Behörden und Unternehmen lassen Beschäftigungspotenziale von in Deutschland lebenden Migranten häufig ungenutzt. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine ihr vorliegende Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bensheimer Ifok GmbH im Auftrag von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Demnach haben „Zuwanderer mit ausländischen Abschlüssen häufig Qualifikationen erworben, die potenziell wichtig für den deutschen Arbeitsmarkt sind“. Die Anerkennung der ausländischen Abschlüsse durch die Behörden und Kammern sei aber unübersichtlich und teilweise nicht geregelt, so die Gutachter. Nicht-EU-Bürger hätten „kaum Zugang zu formalen Bewertungsverfahren“, heißt es in der Studie, die Brüderle am Montag vorstellen will.

Insgesamt verfügten die in Deutschland lebenden Migranten über gut 2,8 Millionen im Ausland erworbene Abschlüsse, so die Studie. Knapp die Hälfte davon seien der Fachrichtung „Ingenieurwesen und Technik“ zuzuordnen. Deutschland leidet insbesondere unter einem Mangel an Ingenieuren und Fachkräften mit technischen Ausbildungen. Brüderle plane deshalb ein Informationsportal im Internet, so die „Rheinische Post“, das Behörden und Unternehmen helfen solle, brachliegende Potenziale bei den Migranten besser auszuschöpfen und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

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