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Umsatz soll bis 2020 fast verdoppelt werden

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29.03.2012

Deutsche Bahn Umsatz soll bis 2020 fast verdoppelt werden

Bilanz 2011: Rekord bei der Verkehrsleistung – Gewinnziel mit 2,31 Milliarden Euro knapp verfehlt.

Berlin – Neue Rekorde bei der Verkehrsleistung haben der Deutschen Bahn AG 2011 einen Gewinn von 2,31 Milliarden Euro bei knapp 38 Milliarden Euro Umsatz beschert. Wegen der Konjunkturabschwächung und der Abkehr von der Kernenergie blieb das Ergebnis jedoch unter den selbst gesetzten Zielen. Der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube gab für sein Unternehmen am Donnerstag in Berlin dennoch als Umsatzziel 70 Milliarden Euro bis 2020 aus. Zugleich will der Konzern im Beliebtheitsranking in die Top 10 aufsteigen und Vorreiter im Umweltschutz werden.

Der Staat als Eigentümer erhält von dem Gewinn eine Dividende von 525 Millionen Euro, die er hauptsächlich zum Schuldenabbau einsetzt. Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 7,3 Prozent und soll bis 2020 auf zehn Prozent steigen.

Im laufenden Jahr will die Bahn den Umsatz im In- und Ausland um weitere fünf Prozent steigern. Auch Ergebnis und Cash-Flow sollen steigen. Finanzvorstand Richard Lutz nannte dazu keine Zahlen und stellte das Wachstum unter den Vorbehalt, dass die Konjunktur nicht einbreche und die Industrie mit der Lieferung neuer Fahrzeuge nachkomme.

Lutz widersprach vehement der Kritik, die Bahn nutze den Gewinn ihrer Infrastrukturtochter Netz AG in anderen Konzernteilen. Tatsächlich habe der Betriebsteil bis 2006 Negativ-Ergebnisse im Netz mit etwa 2,5 Milliarden Euro ausgeglichen; unter dem Strich hätten die Netz-Gewinne dies noch nicht wieder eingespielt. Im übrigen relativiere sich der 2011 erzielte Gewinn vor Zinsen und Steuern von rund 700 Millionen Euro, wenn man die hohe Verschuldung und Zinslast der Infrastruktur einrechne, auf 300 Millionen Euro, die dann noch versteuert werden müssten.

Die Netto-Investitionen stiegen laut DB um 24 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Zugleich baute das Unternehmen die Nettoverschuldung um 347 Millionen oder zwei Prozent auf knapp 16,6 Milliarden Euro weiter ab.

Der Umsatz stieg 2011 um 10,1 Prozent, der Gewinn vor Steuern und Zinsen um 24 Prozent. Vor allem der Schienengüterverkehr blieb als einziges Geschäftsfeld nach Steuern und Zinsen im Minus. Der zuständige Vorstand Karl-Friedrich Rausch gab sich aber zuversichtlich, dass die Nullline in diesem Jahr übersprungen werden könne. Die Verkehrsleistung wuchs um 5,8 Prozent auf 112 Milliarden Tonnenkilometer. Die Auslastung der Züge stieg um 2,2 Prozent.

Fast zwei Milliarden Mal nutzten Reisende den Schienenverkehr, das ist ein Anstieg um 1,6 Prozent. Die Verkehrsleistung stieg um 0,8 Prozent auf 79,2 Milliarden Personenkilometer. Im Fernverkehr blieb die DB allerdings um 1,3 Prozent hinter den Zahlen von 2010 zurück, der Umsatz stieg dennoch um 1,5 Prozent oder 56 Millionen auf 3,8 Milliarden Euro.

Das Geschäftsfeld DB Schenker Logistics entwickelte sich 2011 insgesamt positiv. So erhöhte sich die Zahl der Sendungen im europäischen Landverkehr im vergangenen Jahr um 18,6 Prozent. Das Seefrachtvolumen stieg um sieben Prozent, bei der Luftfracht dagegen sank das Volumen um 6,2 Prozent. Die Kontraktlogistik legte beim Umsatz um 13,5 Prozent zu.

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