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Deutsche Automodelle dominieren

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20.02.2013

Dekra-Gebrauchtwagenreport Deutsche Automodelle dominieren

Audi A4 Gewinner über alle Laufleistungsklassen.

Stuttgart – Deutsche Autos erweisen sich als äußerst zuverlässig. Sie finden sich beim Dekra-Gebrauchtwagenreport erneut überdurchschnittlich oft auf den vorderen Plätzen wieder. Die deutschen Hersteller gäben „in puncto Zuverlässigkeit und Qualität den Ton an“, erklärte der Prüfkonzern am Mittwoch in Stuttgart. Über alle Laufleistungsbereiche hinweg wies der Audi A4 gefolgt von der Mercedes-Benz C-Klasse die geringsten Mängel auf. Auf dem dritten Platz folgt der Volvo S80/V70. Beste Einzelwertungen erhielten der BMW Z4 und der Ford C-Max.

Der Prüfkonzern erstellt traditionell einen Mängelindex auf Basis von 15 Millionen Hauptuntersuchungen der vergangenen zwei Jahre. Berücksichtigt wurden etwa 360 Fahrzeugmodelle. Je höher der Index, desto weniger Mängel wurden gefunden. Im Laufleistungsbereich bis 50.000 Kilometer lag der durchschnittliche Index bei 83,0. Bei den Fahrzeugen von 50.001 bis 100.000 Kilometern verschlechterte sich der Wert auf 61,2, und bei den Fahrzeugen mit einer Laufleistung bis zu 150.000 Kilometer lag er bei 39,1.

Untersucht wurden zudem acht verschiedene Fahrzeugklassen vom Kleinwagen bis zum Transporter. Daraus ergeben sich 24 Kategorien, in denen sich 19 deutsche Fabrikate auf den ersten Plätzen wiederfinden.

„Die Gesamtzahl der Mängel ist insgesamt auf Vorjahresniveau“, sagte Gerd Neumann, der in der Dekra-Geschäftsführung für das Prüfwesen zuständig ist. Als Langzeittrend zeichne sich ab, dass Mängel an der Lichttechnik zunehmen, Mängel an der Karosserie dagegen abnehmen.

Häufigste Mängel finden sich an Lichttechnik

Entsprechend fanden die Dekra-Prüfer die häufigsten Fehler bei Elektrik, Elektronik und Licht. Die Mängelquote beträgt hier 18,10 Prozent. An Bremsen wurden in 10,10 Prozent der Fälle Mängel festgestellt. Auf den Plätzen folgen Fahrwerk/Lenkung, Motor/Umwelt und Karosserie.

„Alle Fahrzeughersteller messen dem Thema Qualität einen höheren Stellenwert bei“, sagte Neumann. Allerdings gingen auch die Fahrzeughalter teilweise sorgloser mit den Hauptuntersuchungen um. Das Licht beispielsweise könne relativ leicht vor einer Untersuchung selbst überprüft werden. „Die Fahrzeughalter legen offensichtlich nicht mehr so viel Wert darauf“, sagte Neumann.

Bei den Fahrzeugklassen erwies sich die Oberklasse am zuverlässigsten, Gewinner war hier die Mercedes-Benz E-Klasse. Die meisten Mängel fanden sich bei Transportern. Das liege vor allem an der unterschiedlichen Nutzung, erläuterte Neumann. Transporter würden häufiger und intensiver genutzt.

Zum ersten Mal untersuchte die Dekra zusätzlich zu den acht klassischen Kategorien die Kategorie „Volumenklassiker“. Darin untersucht wurden Modelle, die auf dem Gebrauchtwagenmarkt immer noch eine wesentliche Rolle spielen, allerdings nicht mehr mit aktuellen Modellen konkurrieren. Darunter fallen etwa der Golf IV oder der Opel Omega. Die Kategorie schnitt deutlich am schlechtesten ab. Das liegt laut Dekra vor allem daran, dass darunter keine Fahrzeuge mit geringer Laufleistung mehr zu finden sind.

Die Dekra ist Marktführer in Deutschland bei den Hauptuntersuchungen mit einem Marktanteil von mehr als einem Drittel.

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