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Deutsch spielt im Europäischen Auswärtigen Dienst keine Rolle

Berlin – Deutschkenntnisse werden – anders als Englisch und Französisch – bei den Einstellungen zum Europäischen Auswärtigen Dienst keine Rolle spielen. Dies geht aus einem Schreiben des Auswärtigen Amtes an den CSU-Bundestagsabgeordneten und Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer hervor, berichtet die Zeitung „Die Welt“. In dem Schreiben, das dem Blatt vorliegt, heißt es: „In der Tat werden in den ersten Stellenausschreibungen für den Europäischen Auswärtigen Dienst Englisch- und Französischkenntnisse gefordert, weitere Sprachen werden nicht genannt.“

Dagegen hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) Singhammer in einem Brief vom 2. Juni dieses Jahres zugesichert: „Auf meine Intervention hat die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, zugesichert, dem Deutschen eine herausgehobene Rolle einzuräumen.“ Singhammer sagte der „Welt“: „Ich erwarte, dass die Versprechungen des Auswärtigen Amtes, dass Deutsch eine wichtige Einstellungsvoraussetzung für den neuen Europäischen Auswärtigen Dienst sein soll, auch in die Wirklichkeit umgesetzt werden.“

Er verwies darauf, dass jeder fünfte EU-Bürger Deutsch als Muttersprache spreche und Deutschland zudem „mit Abstand“ am meisten Geld für den neuen Diplomaten-Dienst bezahle. „Außerdem gehört Deutsch neben Englisch und Französisch zu den drei offiziellen Arbeitssprachen der EU. Da kann man doch mit Recht darauf verweisen, dass die deutsche Sprache auch berücksichtigt werden muss“, so Singhammer. Der Abgeordnete forderte, die deutsche Sprache in Brüssel „umgehend auf allen Ebenen zu stärken“.

Hintergrund: Der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) soll künftig das Rückgrat einer gestärkten europäischen Außenpolitik sein. Bis zu 8000 Mitarbeiter aus EU-Kommission, EU-Ministerrat und den Mitgliedsstaaten sollen dem Dienst am Ende angehören.

13.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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