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Arbeiter am Hochofen Stahlindustrie

© Bundesarchiv, B 145 Bild-F079044-0020 / CC BY-SA 3.0 DE

31.08.2016

Bericht Deutlich weniger unbefristete Arbeitsverhältnisse

Kritik kommt von der Linksfraktion.

Düsseldorf – Während die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren gestiegen ist, sank der Anteil der unbefristet Beschäftigten im selben Zeitraum deutlich. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe) vorliegt.

Demnach waren 1995 rund 31 Millionen deutsche Staatsbürger erwerbstätig, 2015 bereits 33,5 Millionen. Der Anteil der unbefristet Vollzeitbeschäftigten sank jedoch von 74 Prozent im Jahr 1995 auf nur noch 68 Prozent in 2015.

In der Gruppe der Erwerbstätigen ohne deutschen Pass ist der Rückgang noch deutlicher: von ebenfalls 74 Prozent vor 20 Jahren auf heute nur noch 56 Prozent unbefristeter Vollzeitjobs. Dabei wuchs die Zahl ausländischer Erwerbstätiger von 2,8 auf 3,7 Millionen.

Für Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion, ist das die „Quittung einer kolossal gescheiterten Integrationspolitik“. Eine sichere, tariflich bezahlte und mitbestimmte Arbeit sei nach wie vor für viele Beschäftigte, ob mit oder ohne deutschen Pass, ein unerreichbarer Traum, sagte Krellmann der „Rheinischen Post“. Ein „weiter so“ könne es nicht geben.

Besonders betroffen von prekären Arbeitsverhältnissen sind zudem junge Berufseinsteiger. Wie aus den Zahlen des Bundesarbeitsministeriums zu allen Beschäftigten einschließlich der Selbstständigen hervorgeht, befinden sich nur noch etwa zwei Drittel (67,5 Prozent) der Erwerbstätigen unter 25 Jahren in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. Vor 20 Jahren lag dieser Anteil mit 81 Prozent deutlich höher.

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