Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Wohnhaus

© über dts Nachrichtenagentur

09.11.2014

Dena-Chef Zusatzmittel müssen in energetische Gebäudesanierung fließen

„Das ist die richtige Gelegenheit.“

Berlin – Die von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) angekündigten zusätzlichen Investitionen von zehn Milliarden Euro zwischen 2016 und 2018 wecken Begehrlichkeiten.

„Das ist die richtige Gelegenheit, nun endlich die steuerliche Abschreibung für die energetische Gebäudesanierung auf den Weg zu bringen“, sagte Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Entsprechende Initiativen der Länder, etwa Bayerns, lägen abrufbereit vor und könnten rasch umgesetzt werden, sagte Kohler.

Die steuerliche Abschreibung der energetischen Gebäudesanierung stelle „ein gutes Konjunkturprogramm“ dar und sei zugleich ein „effizientes Instrument zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung“, sagte Kohler. Abschreibungsmöglichkeiten für die Gebäudesanierung bewirkten mehr als die Stilllegung hocheffizienter Kohlekraftwerke.

Damit greift der Dena-Chef Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) frontal an. Die Ministerin hatte in den vergangenen Wochen mehrfach gefordert, Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, da sich anderenfalls die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht erreichen ließen.

Die Dena gehört zur Hälfte dem Bund, die restlichen 50 Prozent liegen bei der Finanzwirtschaft, wobei die staatliche Förderbank KfW mit 26 Prozent den größten Anteil hat. Im Aufsichtsrat sitzen Staatssekretäre aus vier Bundesministerien, darunter auch Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth.

Schäuble hatte Ende vergangener Woche überraschend die zusätzlichen Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro angekündigt. Er reagiert damit auf die wachsende Kritik an der niedrigen Investitionsquote in Deutschland und die sich eintrübenden Konjunkturaussichten, schreibt das „Handelsblatt“.

Die Einführung steuerlicher Abschreibungsmöglichkeiten für die Gebäudesanierung war in der vergangenen Legislaturperiode nach langen Verhandlungen gescheitert. Ausschlaggebend war der Widerstand insbesondere auch aus SPD-regierten Ländern, die Ausnahmeausfälle befürchteten, obwohl ihnen Finanzminister Schäuble mit Kompensationsmaßnahmen weit entgegengekommen war.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/dena-chef-zusatzmittel-muessen-in-energetische-gebaeudesanierung-fliessen-74848.html

Weitere Nachrichten

Blick über Rom

© über dts Nachrichtenagentur

Italien Regierung will Milliarden in Krisen-Banken pumpen

Die italienische Regierung will nun doch bis zu 17 Milliarden Euro in die beiden von der Pleite bedrohten Bankhäuser Veneto Banca und Popolare Vicenza ...

AKW Isar-I

© über dts Nachrichtenagentur

Atomausstieg Bundesregierung hat keinen Plan für Entschädigungen

Die Bundesregierung tappt bei der Höhe der Entschädigungszahlungen für die vier Atomkraftwerksbetreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, noch völlig im Dunkeln. ...

Lufthansa-Maschine

© über dts Nachrichtenagentur

Sicherheit Lufthansa sieht Computerverbot in Flugzeugen-Kabinen kritisch

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht das diskutierte Laptopverbot an Bord von Flugzeugen kritisch. "Wir sind mit den deutschen, europäischen und US-Behörden ...

Weitere Schlagzeilen