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21.12.2009

Demjanjuk Prozess wird nicht ausgesetzt

München – Das Münchener Landgericht hat heute eine Einstellung des Prozesses gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk abgelehnt. Ein entsprechender Antrag der Verteidigung wurde als unbegründet zurückgewiesen. Die Verteidigung hatte zudem eine Aussetzung des Verfahrens und eine Aufhebung des Haftbefehls gegen den 89-Jährigen beantragt, was ebenfalls abgelehnt wurde. Nachdem der dritte Prozesstag wegen gesundheitlicher Probleme Demjanjuks abgesagt worden war, fand die Verhandlung heute wieder in der üblichen Blockaufteilung von zweimal 90 Minuten statt.

Der Angeklagte verfolgte die Verhandlung zunächst in einem Rollstuhl sitzend und am Nachmittag dann in einem Bett. Während der Verhandlung hielt er seine Augen fast durchgehend geschlossen und äußerte sich weiterhin nicht zu den Vorwürfen. Auf der Tagesordnung standen heute die Aussagen mehrerer Nebenkläger aus den Niederlanden, die das Schicksal ihrer Angehörigen im Vernichtungslager Sobibór schilderten. Demjanjuk wird Beihilfe zum Mord in 27900 Fällen zwischen März und September 1943 im nationalsozialistischen Vernichtungslager Sobibór vorgeworfen. Der Prozess gegen den 89-Jährigen, für den 35 Verhandlungstage angesetzt sind, soll noch bis zum Mai 2010 fortgesetzt werden.

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