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Davis Cup Dejavu in Bamberg – Tommy Haas wieder da

Davis-Cup-Veteran nach über vier Jahren wieder im Team – Traum von Olympia 2012.

Bamberg – Tommy Haas trainiert seit Dienstag in Bamberg mit dem deutschen Davis-Cup-Team. Zweimal am Tag. Man isst miteinander. Scherzt. Pflege für den Körper, Teambesprechungen. Dann wieder Doppel üben mit Philipp Petzschner. “Es ist alles wie immer”, sagt Kapitän Patrik Kühnen vor der Erstrundenbegegnung ab Freitag in der Weltrguppe gegen Argentinien. Wäre da nicht diese lange Abwesenheit von Haas seit September 2007. Und sein unwahrscheinliches Comeback.

Erste Hinweise, dass Haas an eine Rückkehr in die Nationalmannschaft denkt, gab es schon während der Australian Open. Über Twitter fragte er seine Fans: “Davis Cup mit oder ohne HAAS 2012? Soll ich nochmal mit den Jungs angreifen? Was meint ihr?” Da hatte er sich eigentlich schon entschieden. Denn der Weg zu Olympia 2012 führt nur über Bamberg.

“Gesund und in Topform ist er immer interessant für uns”, sagt Kühnen, “er hat sich in Melbourne sehr gut präsentiert und bringt viel Erfahrung mit.” Mit 22 Siegen und nur acht Niederlagen ist der ehemalige Weltranglisten-Zweite einer der erfolgreichsten Spieler überhaupt in der deutschen Davis-Cup-Geschichte.

Nun steht Haas also in der Halle der Bamberger Bundesliga-Basketballer mit Florian Mayer, Petzschner, dem gesundheitlich angeschlagenen Philipp Kohlschreiber und Trainingspartner Cedric-Marcel Stebe auf dem extra verlegten Sandplatz. “Ich bin wirklich froh, dabei zu sein. Es macht viel Spaß”, erklärt der Veteran, der augenscheinlich keine Probleme hat, mit der veränderten Reihenfolge im Team klar zu kommen: “Die Jungs sind alle sehr reif geworden, wir haben das gleiche Ziel und sind sehr, sehr stark.”

Als 166. der Weltrangliste muss sich die einstmals unumstrittene Nummer eins eigentlich hinten anstellen. “Im Doppel oder vielleicht dem letzten Einzel”, sieht er sich. Möglicherweise überrascht Patrik Kühnen am Donnerstag bei der Auslosung aber auch alle mit seiner Spielerwahl: “Über die Aufstellung mache ich mir noch keine Gedanken, ich warte die Trainingseindrücke ab.”

Ende September 2007 stand das deutsche Team in Moskau gegen Russland im Halbfinale. Es war Tommy Haas’ bislang letzter Auftritt in der Nationalmannschaft. Haas verlor durch eine Magen-Verstimmung geschwächt das Auftakteinzel, Deutschland schied mit 2:3 aus. “Moskau habe ich total abgehakt”, sagt der gebürtige Hamburger jetzt in Bamberg, “es war eine schwierige Situation, mir war so schlecht wie nie zuvor.”

Die Moskauer Malaise leitete eine noch wesentlich längere Leidenszeit ein. Hüft- und Schulteroperationen, über einjährige Zwangspause. Quälende Reha-Arbeit für das Comeback im vergangenen Mai. Der Sturz auf Weltranglistenplatz 166. Aber auch die Verlobung mit Sara Foster und die Geburt der kleinen Tochter im November 2010. Der Haas von Bamberg ist ein anderer Mensch als der Haas aus Moskau.

34 wird er im April, er weiß, dass das Karriereende naht. Deshalb auch ist er jetzt in der oberfränkischen Provinz. Hier kann er sich vom deutschen Publikum verabschieden. Aber noch wichtiger ist: Er erfüllt eine Bedingung für den Start bei den Olympischen Spielen. 2000 gewann er in Sydney Silber, London 2012 in Wimbledon wäre ein würdiger Abschied von einer großen Karriere: “Vielleicht spiele ich dort Doppel oder Mixed, es wäre ein Traum.”

08.02.2012 © dapd / newsburger.de

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