Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Thomas de Maizière

© dts Nachrichtenagentur

04.08.2012

Karriereplan De Maizière will Verteidigungsminister bleiben

Würde seine Arbeit „gerne in der nächsten Legislaturperiode fortführen“.

Berlin – Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat „keinen anderen Karriereplan“ in der Politik als Verteidigungsminister zu bleiben, auch in der nächsten Bundesregierung. In einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstagausgabe) sagte das Kabinettsmitglied, das laut Umfragen zu den beliebtesten deutschen Politikern gehört, über seine weiteren CDU-Pläne: „Über die Frage von Kandidaturen im Zusammenhang mit dem nächsten Bundesparteitag der CDU habe ich noch nicht abschließend nachgedacht. Und wenn, dann würde ich das nicht über die Presse mitteilen.“

Die von ihm zu verantwortende Neuausrichtung der Bundeswehr, weg von der Wehrpflichtarmee, sei jedenfalls nicht von jedem x-beliebigen Verteidigungsminister zu Ende zu bringen. „Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr sind ja nicht nur organisatorische Veränderungen verbunden, sondern hoffentlich auch noch mehr Freude an Verantwortung. All das braucht Zeit.“ In vielen Fällen würden konkrete Auswirkungen auf Soldaten und ihre Einsatzorte erst im Jahr 2015 oder im Jahr 2017 erfolgen. Deshalb würde er seine Arbeit „gerne in der nächsten Legislaturperiode fortführen“, sagte de Maizière.

Er sei in seiner politischen Karriere immer gut damit gefahren, nichts mit übermäßigem Ehrgeiz anzustreben. De Maizière, dem das Temperament einer Büroklammer nachgesagt wird, unterstrich in dem Interview, dass Symbole, Rituale, auch Inszenierungen natürlich zur Politik gehörten. „Auch ein Großer Zapfenstreich ist eine große Inszenierung, aber dahinter verbirgt sich ein Inhalt.“

Im Parlament müsse man anders auftreten als in einem Bierzelt. „Man zieht sich auch als Bürger, wenn man ins Theater geht, besser an, als für den Kinobesuch. Das finde ich jedenfalls“, sagte der CDU-Politiker. „Aber Show oder Showeinlagen braucht man in der Politik gar nicht.“ Das könne das Showgeschäft, das könnten Schlagersänger machen, aber nicht die Politik.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/de-maizire-will-verteidigungsminister-bleiben-55744.html

Weitere Nachrichten

Thomas Oppermann SPD

© Moritz Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE

SPD-Fraktionschef Kanzlerkandidat wird Anfang des Jahres nominiert

Während sich in der Union die Anzeichen für eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels verdichten, hält die SPD an ihrem Plan fest, den ...

Thomas Oppermann SPD 2015

© Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 DE

Oppermann Steinmeier wäre hervorragender Bundespräsident

Die SPD will eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten nominieren, falls bei der Suche nach einem von mehreren ...

Elmar Brok CDU

© CDU/CSU-Bundestagsfraktion / CC BY-SA 3.0

Widerstand gegen CETA Europapolitiker Brok bezeichnet Belgien als „Failed State“

Der Europapolitiker Elmar Brok (CDU) hat Belgien wegen des Widerstands der belgischen Provinz Wallonien gegen das CETA-Freihandelsabkommen als "Failed ...

Weitere Schlagzeilen