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Alternative für Deutschland AfD

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12.10.2014

de Maiziere Fehler der Union haben zum AfD-Erfolg beigetragen

Deutschlands Zukunft sei nicht allein zu gestalten.

Berlin – Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat eingeräumt, dass Fehler der Union zum Erfolg der AfD beigetragen haben. „Wir reden oft in einer Sprache über Probleme, die zu weit weg ist vom Alltag der Menschen“, sagte er im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

„Auch kümmern wir uns in einer Aufgeregtheit um Themen, die in politischen Zirkeln in Berlin ganz wichtig genommen werden, die Bevölkerung aber gar nicht immer genauso interessiert. Das hat vielleicht auch den Boden für die AfD bereitet.“

Als Beispiel nannte er den Begriff „Bedrohung“. Regierungspolitiker würden dabei an Terrorismus denken. „Die Menschen denken bei `Bedrohung` eher an Angst vor einem Einbruch.“

Allerdings bedeutet die Kritik laut de Maizière nicht, Positionen der AfD zu übernehmen. „Auch wir finden nicht jede europäische Maßnahme gut“, sagte de Maizière. „Aber wir verstehen, dass Deutschlands Zukunft nicht allein zu gestalten ist, sondern nur mit und in Europa. Wir sind nicht eine vergrößerte Schweiz.“

Außerdem wisse die Union im Gegensatz zu den Wortführern der AfD, dass Deutschland eine humanitäre Verantwortung für politisch Verfolgte habe.

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