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Das neue Gefühl des Gegenwinds

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19.02.2012

FC Arsenal Das neue Gefühl des Gegenwinds

Arsene Wenger steht nach Pokal-Aus in der Kritik.

Berlin/London – Für Coach Arsene Wenger ist es ein neues Gefühl beim FC Arsenal. Zum ersten Mal wird nach der 0:2-Niederlage im FA-Cup gegen Sunderland auch die Kritik an seiner Person lauter. Das Ausscheiden aus dem prestigeträchtigen Pokalwettbewerb bedeutete bereits die zweite Pokal-Schlappe binnen vier Tagen. Am Mittwoch hatte der AC Mailand den “Gunners” beim 4:0 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League die europäischen Grenzen aufgezeigt. International nicht mehr wettbewerbsfähig, in der Liga abgeschlagen hinter den übermächtigen Klubs aus Manchester und sogar dem Ortsrivalen Tottenham. Entsprechend liegen die Nerven blank.

“Die Leute reden und kritisieren und analysieren. Im Moment bekomme ich jede Menge Belehrungen, aber wir müssen zusammenstehen und uns der Kritik stellen”, sagte Wenger. Er reagierte damit auch auf die Äußerungen von Roy Keane, der als TV-Experte bei der Übertragung des FA-Cup-Spiels in Sunderland ätzte, dass Arsenal 2012 das schlechteste “Gunners”-Team sei, das er je gesehen habe. “Es kommt immer darauf an, was man eine Krise nennt”, sagte Wenger. Der sonst Unantastbare ist angeschlagen.

Den ersten Warnschuss gab es schon recht früh, einen ziemlich heftigen zugleich. 2:8 hieß es am dritten Spieltag der Premier League nach dem Gastspiel bei Manchester United. Gedemütigt vom alten Rivalen, dem Spott auf der Insel ausgesetzt. Trainer Wenger, sonst ebenso wie der gesamte Klub nicht für Populismus oder Hektik bekannt, erkannte die Zeichen der Zeit und besserte auf dem Transfermarkt hektisch nach, lockte unter anderem Per Mertesacker vom SV Werder Bremen in den Norden Londons. Arsenal stabilisierte sich mühsam in der Liga, kletterte Richtung obereres Tabellendrittel.

Doch den Verlust von Spielmacher Cesc Fabregas (zum FC Barcelona) und Offensivakteur Samir Nasri (Manchester City) hat die Mannschaft nie wirklich kompensieren können. Robin von Persie, niederländischer Nationalstürmer in Reihen der “Gunners”, mimt nach dem Weggang der beiden den Alleinunterhalter (bislang 22 Ligatore). Doch dahinter kommt wenig, obwohl auf dem Papier durchaus Qualität im Kader ist.

“Die Kritik – die wir ja alle von Zeit zu Zeit erhalten – hat er nicht verdient”, sagte Sunderlands Trainer Martin O’Neill in Richtung Wengers nach dem Spiel. “Sollte er sich mal entscheiden, zurückzutreten, wird er als einer der größten Trainer angesehen werden”, und sprach ungewollt den ersten Abgesang.

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