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Stellenabbau in Deutschland überproportional

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31.01.2012

Nokia Siemens Networks Stellenabbau in Deutschland überproportional

NSN-Gesamtbetriebsrat hält Stellenabbau in Deutschland für überproportional.

München – Der Stellenkahlschlag in Deutschland bei dem angeschlagenen Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) ruft beim Betriebsrat Fassungslosigkeit hervor. “Das ist schon heftig”, sagte der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ernst Färber am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Betrachte man die Stellenstreichungen weltweit, sei Deutschland überproportional betroffen, sagte er.

NSN hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, 17.000 Stellen zu streichen. Am Dienstag teilte das Unternehmen dann mit, dass in Deutschland 2.900 Mitarbeiter betroffen sind. Derzeit arbeiten hierzulande nach Unternehmensangaben noch 9.100 Mitarbeiter. Gestartet war das Joint Venture 2007 laut Färber mit 13.000 Arbeitsplätzen. Die Entwicklung sei somit “dramatisch”.

“Das ist so nicht hinnehmbar”, sagte Färber weiter. Für Mittwoch seien deutschlandweit Aktionen geplant. In jedem Werk solle es Demonstrationen geben. Zudem halten die Beschäftigten eine außerordentliche Betriebsversammlung ab.

Auf die Unternehmensführung ist der Betriebsrat nicht gut zu sprechen. Zwar habe beim Stellenabbau auch die Staatsschuldenkrise reingespielt und auch die Telekommunikationsunternehmen weltweit hätten sich als Kunden zurückgehalten. “Aber das sind natürlich auch hausgemachte Probleme”, sagte Färber. “Mit Reduzierungen alleine kann man auf Dauer kein Unternehmen führen, sagte er.

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