Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

31.12.2010

CSU warnt vor “Zuwanderung auf Halde”

München – Die CSU hat die Wirtschaft im Streit über mehr Zuwanderung von ausländischen Fachkräften aufgerufen, sich vor jeder weiteren Öffnung mehr um eine stabile Ausbildung junger Arbeitnehmer und eine bessere Fortbildung älterer Mitarbeiter zu kümmern. CSU-Landesgruppenchef Hans Peter Friedrich sagte der „Süddeutschen Zeitung“, befristete Arbeitsverträge dürfen nicht länger zur Regel werden. Insbesondere wandte er sich gegen die steigende Tendenz zu prekären Beschäftigungsverhältnissen für junge Menschen.

„Mit Ein-Jahres- oder Zwei-Jahres-Verträgen entsteht keine Bindung an ein Unternehmen, keine Identifikation, aber auch keine Sicherheit für den Arbeitnehmer“, kritisierte Friedrich. Die Unternehmen müssten sich hier ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst sein. „Die notwendigen Bemühungen durch die Wirtschaft können wir nicht dadurch ersetzen, dass wir die Schleusen aufmachen und die Beschäftigungschancen der eigenen Leute verringern.“, sagte Friedrich.

Scharfe Kritik übte Friedrich auch an den Ideen aus der FDP, ein von konkret zu besetzenden Arbeitsplätzen abgekoppeltes Punktesystem einzuführen. „Zuwanderung, losgelöst von einem konkreten Arbeitsangebot, würde zu einer Zuwanderung auf Halde führen.“ Das löse keines der Probleme sinnvoll und fördere die Gefahr von Lohndumping, so Friedrich.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/csu-warnt-vor-zuwanderung-auf-halde-18405.html

Weitere Nachrichten

Sahra Wagenknecht Linke

© Sven Teschke / CC BY-SA 3.0 DE

Linke Wagenknecht warnt vor Eskalation im Verhältnis zu Russland

Die Linksfraktion im Bundestag fordert mit Blick auf Nato und EU "ein Ende der neuen Rüstungsspirale sowie der Sanktions- und Konfrontationspolitik ...

Spähpanzer Luchs

© Darkone / CC BY-SA 2.0

Militärausgaben SPD nennt Zwei-Prozent-Ziel der Nato abenteuerlich

Die Forderung der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigungszwecke auszugeben, hält die SPD für abenteuerlich. Im Gespräch mit ...

Rainer Arnold  und Frank Walter Steimeier

© Dirk Baranek / CC BY 2.0

SPD Union kündigt Verteidigungs-Konsens auf

Im Streit um die Reform der Parlamentsrechte bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr wirft die SPD dem Koalitionspartner Union einen "tiefen Bruch der ...

Weitere Schlagzeilen