newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

CSU-Politiker Beckstein kritisiert die Kirchen

München – Der frühere bayerische Ministerpräsident und aktive Protestant Günther Beckstein (CSU) hat seine eigene Kirche wegen des Umgangs mit Missbrauchsopfern kritisiert. Nicht nur bei den Katholiken, auch bei den Protestanten sei nicht alles vorbildlich gelaufen, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. „Auch bei uns wurde vertuscht. Wir sind nicht die Heiligen.“ Es sei ein Fehler gewesen, den Missbrauch „unter den Teppich zu kehren, um die Institution Kirche nicht zu beschädigen“. Christen wüssten doch, dass das Bodenpersonal Gottes fehlerhaft sei.

Beckstein selbst ist Mitglied der evangelischen Landessynode, des Kirchenparlaments. Beckstein setzte sich auch mit seinem eigenen Handeln auseinander. „Die eine oder andere Entscheidung war überzogen, vielleicht auch falsch“, sagte er über seine jahrelang sehr umstrittene Asylpolitik. Es habe Härten gegeben. Dennoch könne ein Politiker gleichzeitig auch ein guter Mensch sein. „Ich wollte weder ein Heiliger sein noch ein Schwein“, sagte Beckstein. „Die Menschen wollen keine Politiker, die herzlos und eiskalt sind. Sie wollen einen Politiker mit sozialen und emotionalen Fähigkeiten. Das gilt, auch wenn ich 2008 bei der Landtagswahl gescheitert bin.“

Ärgerlich und belastend nannte Beckstein, dass er als Verwaltungsratsmitglied der Landesbank Mitverantwortung trage für die großen Verluste der Bank. „Wir waren nicht leichtfertig, wir wollten die Landesbank für die Zukunft ertüchtigen und nicht 25 Prozent Rendite erzielen. Ich trage die Verantwortung für eine Menge von Problemen.“

30.12.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Bärbel Bas, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, plädiert für einen Strategiewechsel in der Impfkampagne. Im ARD-Mittagsmagazin sagte sie am Dienstag: "Es braucht eine andere Kampagne, es braucht aufsuchende Angebote". In ihrer Stadt, in Duisburg, fahre ...

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Starke Bewegungen zeigt das RTL/ntv-Trendbarometer in dieser Woche bei den Parteiwerten: Gegenüber der Vorwoche fällt die Union um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent. Die SPD gewinnt drei Prozentpunkte und erreicht mit 19 Prozent den besten Wert seit April 2018. Die ...

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

Bundeswehr Middelberg und Mazyek fordern muslimische Seelsorger

Unwetter-Katastrophen NRW-Innenminister Reul fordert Sirenen-Pflicht

Flutkatastrophe Union warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »