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26.01.2010

Core Banking: Nische mit Chancen für IT-Freelancer

München (pressebox) – IT-Freelancer, die sich auf Core-Banking-Systeme spezialisiert haben, besetzen eindeutig eine Nische – aber eine chancenreiche. Ihre Marktposition ist so gut, dass sie überdurchschnittlich hohe Stundensätze fordern: Mehr als ein Fünftel der selbstständigen Avaloq-Spezialisten beispielsweise verlangt Honorare über 100 Euro. Wie es um die Marktchancen für Selbstständige im Bereich Kernbankenlösungen steht, hat die IT-Personalagentur GULP für die vier in Projektangeboten über die GULP Server am häufigsten nachgefragten Core-Banking-Systeme untersucht: Avaloq, Core 24, MBS und OSPlus. GULP ist die wichtigste Quelle für die Besetzung von IT-Projekten mit externen Spezialisten im deutschsprachigen Raum.

Ein externer Avaloq-Spezialist, der mit seinem Profil in den GULP Kandidatenpool eingetragen und auf Projektsuche ist, kann durchschnittlich mit etwa 26,9 Projektanfragen pro Monat rechnen. Für ihn stehen die Marktchancen im Vergleich zu den anderen drei Core-Banking-Systemen am besten. Etwas abgeschlagen, aber mit trotzdem sehr guten 19,1 Anfragen pro Monat im Durchschnitt belegt OSPlus den zweiten Platz. Gute Aussichten aber auch für Core 24 (12,3 Anfragen) und MBS (10,6 Anfragen). Dabei verlangen Avaloq-Selbstständige im Schnitt 87 Euro pro Stunde – das sind 17 Euro mehr als der Durchschnitt aller bei GULP eingetragenen IT-Freiberufler (70 Euro). Aber auch die Freiberufler im Core 24-, MBS- und OSPlus-Bereich fordern mit jeweils 76 Euro überdurchschnittliche Honorare.

Bei so guten Marktchancen: Was müssen IT-Freelancer mitbringen?

Die entsprechenden IT-Spezialisten bei GULP bewegen sich auch im Host- und Datenbank-Umfeld sicher. 75,7 Prozent der Spezialisten für die vier ausgewerteten Kernbanksysteme haben auch Erfahrungen im Großrechnerbereich. „Absolutes Musthave in allen Core-Banking-Projektanfragen ist außerdem ausreichende Erfahrung in und Kenntnis der Bankenbranche. Völlige Neueinsteiger in die Banken-Welt dürften es deswegen als Freelancer im Kernbankenbereich schwer haben“, so Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP.

Für reine Entwicklertätigkeiten lässt sich mangelnde Kenntnis des Core-Banking-Systems offenbar sogar durch sehr gutes bankfachliches Wissen (zum Beispiel im Bereich Aktiv- und Passivgeschäft, Zahlungsverkehr und SEPA, also Single Euro Payments Area) und durch Knowhow über das Umfeld (Datenbanken, Großrechner) ausgleichen. Wer zum Beispiel in den Neunzigern Standardsoftware für den Bereich der Währungsbuchhaltung mit Swift installiert und getestet hat, kann heute Business Analysen und Konzepte für die Migration von Altsystemen auf Avaloq im Bereich Zahlungsverkehr mit Karten, Swift, SIC und Eur-SIC erstellen.

„In den auf www.gulp.de ausgeschriebenen Projekten für Avaloq-Parametrisierer und Entwickler wird sehr oft die Zertifizierung zum „Avaloq Certified Professional“ nachgefragt“, ergänzt Symanek. „Das ist eine Besonderheit, denn eine Zertifizierung gibt es für die anderen drei Core-Banking-Systeme nicht.“

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