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Sony zeigt unfertige Playstation 4

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21.02.2013

Präsentation Sony zeigt unfertige Playstation 4

Preis und Marktstart noch offen.

New York – Die große Premiere von Sonys neuer Spielekonsole Playstation 4 war eigentlich gar keine: Zwar zeigte der angeschlagene japanische Elektronikkonzern die Hardware seines neuen Hoffnungsträgers – ein fertiges Gerät bekamen die geladenen Gäste auf der Präsentation in New York in der Nacht zum Donnerstag allerdings nicht zu sehen. Auch wie viel die PS4 kosten soll und wann genau sie in den Läden liegen wird, blieb Sony schuldig. Nur so viel: Zum nächsten Weihnachtsgeschäft soll das Gerät da sein.

Dass Sony überhaupt schon in einem so frühen Stadium mit der PS4 an die Öffentlichkeit geht, zeigt, wie viel für den Konzern von der Konsole abhängt. Zwar machten die Japaner zuletzt Fortschritte und bekamen ihre Verluste in den Griff. Dennoch stand für das zweite Geschäftsquartal unter dem Strich noch ein Minus von umgerechnet 85 Millionen Euro.

Konkurrenz von Smartphone und Tablet

Inzwischen konzentriert Sony seine Anstrengungen daher auf die drei Kernbereiche Digitalfotografie, Mobilgeräte und Spiele. Im letzten Feld liegt dabei alle Hoffnung auf der PS4. Allerdings ist der Wettbewerb um die Zocker hart: Neben etablierten Rivalen wir Microsoft mit seiner Xbox und Nintendo mit der neuen Generation seiner Wii-Konsole buhlen zunehmend mobile Spiele um Kunden.

Seitdem die letzte Playstation-Generation 2006 auf den Markt kam, haben sich Mobilgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer zur beliebten Alternative für Gelegenheits-Spieler entwickelt. Neue Hersteller bieten ihre Spiele hier oft kostenlos oder verhältnismäßig günstig an – und auch die Anschaffung eines eigenen Spielgeräts entfällt, weil das Smartphone ohnehin genutzt wird.

Entsprechend sanken etwa in den USA nach Daten des Marktforschers NPD Group die Verkaufszahlen von Spielen, Konsolen und Zubehör seit mehr als einem Jahr jeden Monat. Auch deshalb wird erwartet, dass auch Microsoft noch in diesem Jahr eine neue Xbox vorstellt.

Sony will mit seiner PS4 nun mit neuen Angeboten im Internet dagegenhalten: So soll die Konsole – wie erwartet – eine Anbindung an die Cloud erhalten. Nutzer könnten damit auch von anderen Geräten aus auf Spiele in der digitalen Datenwolke zugreifen. Zudem soll die PS4 ein eigenes soziales Netzwerk bekommen, mit dem etwa Videos von Spielfortschritten hochgeladen oder andere Nutzer beim Zocken beobachtet werden können. Hinzu kommen ein neuer Controller samt Touch-Bedienfeld und eine neue Gestensteuerung.

Befeuert wird die PS4 – anders als ihr Vorgänger – von acht PC-ähnlichen Rechenkernen und einer Grafikeinheit von AMD. Damit soll es für Spieleentwickler und Programmierer einfacher werden, Spiele für die neue Konsole zu entwickeln.

Analysten sind wenig optimistisch

„Der Kunde verändert uns“, sagte der Chef von Sonys Playstation-Sparte, Andrew House, in New York. „Das Wohnzimmer steht nicht länger im Zentrum der Playstation-Welt, sondern der Nutzer.“ Ob der das allerdings honorieren wird, bleibt fraglich.

So ist es nach Einschätzung der Analysten des Rating-Hauses Fitch unwahrscheinlich, dass die neue Konsole genügend Geschäft generieren wird, um den Konzern schnell zurück in die Gewinnzone zu führen. Viel mehr werde die „Profitabilität aller drei Kernsegmente in den nächsten Quartalen weiter unter Druck stehen und eine echte Erholung nur langsam kommen“.

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