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Engagement gegen Antisemitismus gewürdigt

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10.02.2013

Cinema-for-Peace-Gala Engagement gegen Antisemitismus gewürdigt

Preise für Ferres, Knobloch und Spiegel.

Berlin – Oscarpreisträgerin Charlize Theron hat als Ehrenvorsitzende auf der diesjährigen Cinema-for-Peace-Gala ein wenig Hollywoodflair in Berlin versprüht. „Ich glaube, wir leben in einer Welt, in der wir Bewusstsein schaffen müssen“, sagte die 37-jährige Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen am Samstag im Berliner Waldorf Astoria Hotel. Filme seien dazu da, dies zu erreichen. Es war die elfte Cinema-for-Peace-Gala, die seit 2002 parallel zur Berlinale veranstaltet wird, aber vom Filmfest unabhängig ist.

Die Südafrikanerin Theron erhielt neben ihrem Ehrenvorsitz auch den „Cinema for Peace Honorary Award“ für ihr Afrika Outreach Projekt gegen Aids. Im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit sei bereits viel erreicht worden, aber dennoch habe man noch einen langen Weg vor sich, sagte Theron. Besonders junge Menschen müssten auf die Gefahren des Virus aufmerksam gemacht werden.

Drei Frauen vereint im Kampf gegen Antisemitismus

Thematischer Schwerpunkt der Gala war jedoch nicht der Kampf gegen Aids, sondern der Einsatz gegen Antisemitismus und Fremdenhass. Das Thema sei weit über Deutschland hinaus und immer noch von hoher Relevanz, sagte Cinema-for-Peace-Gründer Jaka Bizilj.

Den „Cinema for Peace Award“ für ihr besonderes Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus erhielten am Abend neben der Schauspielerin Veronika Ferres auch die ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, und die Holocaustüberlebende Marga Spiegel.

Überreicht wurde ihnen die Auszeichnung vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier. „Es kommt darauf an, dass wir dem Ausland zeigen, dass wir geschlossen gegen Antisemitismus stehen“, sagte Steinmeier. Es brauche Menschen, die sich auch heute noch gegen Fremdenhass einsetzten.

„Ich glaube an die Kraft der Kunst. Ich glaube an die Macht von Filmen“, sagte Ferres in ihrer Dankesrede. Aber sie habe in ihren Film „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ und in „Annas Heimkehr“ nur die tapferen Menschen der Zeit, darunter Marga Spiegel, gespielt. Ferres widmete ihren Preis Knobloch und Spiegel.

„Wir sind die einzige jüdische Familie, die überhaupt durchgekommen ist“, sagte Spiegel. Drei Jahre seien sie versteckt gewesen und 76 Verwandte ihres Mannes und aus ihrer Familie seien von den Nationalsozialisten getötet worden. Den Preis nannte die Hundertjährige „die Krönung meines Lebens“.

Zahlreiche weitere Preise für engagierte Filmprojekte

Als „Most valuable Movie of the Year“ (Wertvollster Film des Jahres) erhielt das Geschichtsdrama „Lincoln“ von Regisseur Steven Spielberg einen Preis. Darüber hinaus wurden in den Kategorien „Most valuable Documentary of the Year“ und „International Human Rights Film“ Auszeichnungen verliehen. Den „Cinema for Peace Justice Award“ überreichte die aus Gambia stammende Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, Fatou Bensouda.

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