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07.11.2009

CHIP testet neue Browser: Schlechte Noten für den Internet Explorer

(openPR) – Für Windows 7 erntet Microsoft ungewöhnlich viel Lob. Der Erfolg des neuen Betriebssystems beruht vor allem auf einem Strategiewechsel des Quasi-Monopolisten: Bei der Entwicklung standen erstmals die Wünsche der Kundschaft im Vordergrund – für jede andere Firma eine Selbstverständlichkeit, für Microsoft eine kleine Revolution. Schlägt der neue Spirit auch auf andere Produkte der Softwareschmiede durch? Diese Frage beantwortet das Technikmagazin CHIP mit einem großen Browsertest, an dem auch der neue Internet Explorer (IE) teilnahm. Das Fazit der Tester: Der Geist von Windows 7 ist leider noch nicht beim IE 8 angekommen.

Fünf Browser hat die Redaktion getestet: Neben dem Internet Explorer kamen Firefox, Opera, Safari und Chrome auf den Prüfstand, alle in der zum Testzeitpunkt aktuellen Version. Wichtigstes Testkriterium war die Sicherheit, gelten Webbrowser doch als bevorzugtes Einfallstor für Angreifer jeder Art. Chrome, der Browser von Google und sein Microsoft-Pendant schneiden im Sicherheitstest am schlechtesten ab. CHIP-Redakteur Claudio Müller erklärt, wo es besonders hapert: „Ein Schutzmechanismus, der Phishing-Sites erkennt, gehört zur Grundausstattung jedes Browsers. So lässt sich zum Beispiel verhindern, dass Betrüger mit gefälschten Websites Log-In-Daten für Bankkonten abgreifen können. Doch leider ist die Erkennungsquote bei Chrome mit 50 und beim IE mit 40 Prozent äußerst dürftig.“

Für die Privatsphäre im Web ist die Kontrolle über die eigenen Surfspuren wichtig. Hier überzeugte vor allem Firefox die Tester von CHIP: „Er bietet viele Optionen, den Umgang mit Cookies, Sucheingaben oder besuchten Seiten zu definieren. So kann man zum Beispiel die Daten der letzten ein, zwei oder vier Stunden löschen oder einzelne Seiten aus der Chronik entfernen.“ Immerhin: In dieser Kategorie schlägt sich der Internet Explorer beachtlich. CHIP attestiert ihm gute Filterungsoptionen für Daten, die das Surfverhalten dokumentieren und gern von Firmen wie Google oder Amazon aufgezeichnet werden.

Zu gutem Surfkomfort gehört auch eine ordentliche Performance, schließlich macht es keinen Spaß, sich quälend langsam durch Webanwendungen zu hangeln. Alle Testkandidaten gaben hier eine gute Figur ab – bis auf einen: Obwohl er sich gegenüber seinen Vorgängerversionen deutlich verbessert hat, ist der Internet Explorer immer noch viel zu langsam.

In der Gesamtwertung landet das Microsoft-Programm aufgrund der Schwächen in den Kategorien Sicherheit und Performance auf dem letzten Platz. Wirklich empfehlen kann CHIP-Tester Claudio Müller nur zwei Browser: „Firefox und Opera lieferten sich ein enges Rennen, das Firefox wegen seiner Erweiterbarkeit für sich entschied. Denn die Firefox-Add-ons aus dem Internet bergen enormes Potenzial: Damit können Sie den Testsieger auf Ihre individuellen Bedürfnisse zuschneiden und sicherer und komfortabler surfen.“

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