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12.10.2009

China Sechs Menschen für Beteiligung an Aufständen zum Tode verurteilt

Ürümqi/Peking – Ein chinesisches Gericht hat heute sechs Personen für ihre Beteiligung an den Unruhen in der Provinz Xinjiang im Juli zum Tode verurteilt. Ein weiterer Verurteilter wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht hatte die Angeklagten wegen mehrerer Verbrechen, unter anderem auch wegen Mordes, für schuldig befunden. Im vergangenen Juli hatten Unruhen zwischen den rivalisierenden Volksgruppen der Han-Chinesen und der muslimischen Uiguren knapp 200 Todesopfer gefordert. Mit den Urteilen will die chinesische Regierung nach Meinung von Experten die Bevölkerungsmehrheit der Han-Chinesen beruhigen. Wann die Todesurteile vollzogen werden sollen ist nicht bekannt. Bei den Verurteilten handelt es sich offenbar ausschließlich um Uiguren. Nach Behördenangaben wurden insgesamt 21 Personen, vorrangig Uiguren, infolge der Aufstände angeklagt. Die muslimische Volksgruppe klagt seit Jahren über religiöse, politische und kulturelle Verfolgung durch die chinesischen Behörden. Der Sprecher des Weltkongress der Uiguren (WUC), Dilxat Raxit, bezeichnete die Urteile als „politisch und nicht von dem Verlangen nach Gerechtigkeit motiviert“.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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