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20.04.2010

China ordnet nach schwerem Erdbeben Staatstrauer an

Peking – China hat nach dem schweren Erdbeben einen nationalen Tag der Trauer angekündigt. Am Mittwoch sollen dafür alle Flaggen auf Halbmast wehen. Sämtliche Aktivitäten in Unterhaltungsstätten wurden abgesagt. In der betroffenen Provinz Qinghai soll für drei Minuten das öffentliche Leben still stehen und der Opfer gedacht werden.

Indes konnten am Montag eine 68-jährige Tibeterin und ihre 4-jährige Enkelin fünf Tage nach dem Einsturz ihres Hauses lebend aus dem Trümmern geborgen werden. Sie seien von Angehörigen über Bambusstangen mit Nahrung und Wasser versorgt worden, berichtete der chinesische Fernsehsender CCTV. Am vergangenen Mittwoch erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,1 die westchinesische Stadt Jiegu. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf 2.046, wie die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Einsatzzentrale der Präfektur Yushu in Westchina berichtete. 12.000 Menschen wurden verletzt, weitere 200 Personen werden noch vermisst.

Zunehmender Schneefall, beständig niedrige Temperaturen und ein Hagelsturm erschwerten dazu den zehntausenden Obdachlosen das Überleben. Helfer hätten in der rund 4.000 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Region zunehmend Probleme mit der Höhenkrankheit und daraus resultierendem Schwindelgefühl, Müdigkeit und Atemnot, wie ein Offizier laut Xinhua mitteilte. Über 200 erkrankte Helfer mussten abgezogen werden, während rund 15.000 weitere Soldaten, Feuerwehrleute, Polizisten und Bergungsexperten immer noch im Einsatz sind.

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