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08.11.2009

Chemiekonzern BASF setzt Reform der Vorstandsbezüge um

Ludwigshafen – Als erstes Dax-Unternehmen passt der Chemiekonzern BASF zum 1. Januar kommenden Jahres die Verträge seiner Vorstände an die Bestimmungen des „Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“ (VorstAG) an. Wie der „Spiegel“ in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, passt der Konzern die Verträge für alle Vorstände gleichzeitig an, obwohl nach dem Gesetz nur Neuverträge entsprechend formuliert werden müssen. „Wir wollten keine Zweiklassengesellschaft im Vorstand schaffen“, begründet der Aufsichtsratsvorsitzende Eggert Voscherau das Vorgehen des Konzerns. An den Fixgehältern der BASF-Vorstände ändert sich durch die neuen Verträge nichts; der variable Teil orientiert sich, wie bisher, an der Entwicklung der Gesamtkapitalrendite und zusätzlich an einer Reihe von qualitativen Zielvorgaben.

Das Gesetz schreibt vor, dass sich die Tantieme stärker am langfristigen Unternehmenserfolg ausrichtet. BASF-Vorstände müssen deshalb künftig zehn Prozent ihrer Bruttotantieme in Aktien des Unternehmens investieren, die für vier Jahre festliegen. „Wir glauben den Geist des Gesetzes bereits voll zu leben“, sagt Voscherau. Dass die Gesamtbezüge der BASF-Vorstände angemessen sind, bezweifelt er nicht. Die Gehälter seien im Unternehmen allgemein akzeptiert. Nach dem neuen Gesetz werden sie nicht mehr vom Präsidialausschuss, sondern vom gesamten Aufsichtsrat beschlossen. Zusätzlich sollen sie auch der Hauptversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden. Deren Votum ist zwar nicht bindend, aber: „Sollte wider Erwarten maßgebliche Kritik an unserem Vorschlag kommen, werden wir uns damit selbstverständlich auseinandersetzen müssen“, sagt Voscherau.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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