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Chaos und Streit bei Ermittlungen

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05.05.2012

NSU-Morde Chaos und Streit bei Ermittlungen

Unterschiedliche Thesen zum Hintergrund der Morde führten zu Kontroversen.

München – Bei den Ermittlungen zur Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ist es einem Zeitungsbericht zufolge zeitweise zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Kriminalbeamten von Bund und Ländern gekommen. Dies gehe aus internen Unterlagen der Sonderkommission „Bosporus“‘ hervor, der bis zu 160 Beamte angehörten, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe). Der Zwickauer Terrorzelle waren zwischen 2000 und 2006 neun Migranten und eine Polizistin zum Opfer gefallen.

Die Streitigkeiten hätten sich an einer These entzündet, die viele Kriminalbeamte bis zum Ende der NSU im November 2011 favorisiert hatten: Hinter der Mordserie steckten Drahtzieher aus dem kriminellen Milieu. Eine eher vorsichtige alternative Analyse bayerischer Fallanalytiker, derzufolge es sich um einen Serientäter handeln könne, der möglicherweise der rechten Szene zuzuordnen sei, habe unter den Ermittlern heftigste Kontroversen ausgelöst.

Die Unterlagen zeigen laut Bericht auch, dass die Fahnder trotz auffälliger Hinweise auf einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund nur halbherzig die Frage prüften, ob rechte Gewalttäter hinter der Mordserie stecken könnten.

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