Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Jens Spahn CDU

© Stephan Baumann / CC BY-SA 3.0

20.04.2017

CDU Spahn fordert niedrigere Mehrwertsteuer

Finanz-Staatssekretär will Ausnahmen streichen und allgemeinen Satz senken.

Berlin – Jens Spahn, parlamentarischer Staatsekretär im Bundesfinanzministerium, hat eine umfassende Reform des deutschen Mehrwertsteuersystems vorgeschlagen. „Lebensmittel behalten den reduzierten Steuersatz, von mir aus auch Kultur und Medien – und ansonsten gehen wir für den Rest auf einen einheitlichen Steuersatz, der dann geringer als die aktuellen 19 Prozent sein könnte“, sagte Spahn in einem Doppel-Interview mit dem Heidelberger Steuerrechtler Paul Kirchhof für die Mai-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins ‚Capital‘ (Ausgabe 05/2017).

Absage an große Reform der Einkommensteuer

Einem großen Umbau der Einkommensteuer mit deutlich niedrigeren Steuersätzen und der Abschaffung aller Ausnahmen und Steuerprivilegien, wie sie Kirchhof seit Jahren anregt, erteilte der CDU-Politiker hingegen eine Absage. Er glaube, „dass eine radikale Vereinfachung nicht möglich ist“, sagte Spahn. „Ich kämpfe lieber die Kämpfe, die ich auch gewinnen kann.“

Denkbar sei aber eine digitale Lösung, die die Abgabe der Steuererklärung leichter machen würde. „Technisch ist es wahrscheinlich schnell möglich, eine App zu bauen, die alle ihre digital erfassten Einnahmen und Einkünfte zusammenführt und ans Finanzamt übermittelt – inklusive der Belege, die sie zuvor fotografiert haben“, sagte Spahn. „Und dann gibt es umgehend eine Nachricht, wie hoch ihre Steuerbelastung sein wird.“ Ein solches Modell scheitere bisher allerdings am Datenschutz in Deutschland.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/cdu-spahn-fordert-niedrigere-mehrwertsteuer-96078.html

Weitere Nachrichten

Männer in einer Fußgängerzone

© über dts Nachrichtenagentur

Barley Union muss sich für „Ehe für alle“ öffnen

Familienministerin Katarina Barley (SPD) hat an die Union appelliert, sich für die "Ehe für alle" zu öffnen: "Für Sozialdemokraten ist die völlige ...

SPD-Logo

© über dts Nachrichtenagentur

Engholm SPD muss notfalls in die Opposition

Der frühere SPD-Vorsitzende Björn Engholm rät seiner Partei im Falle eines schlechten Abschneidens bei der Bundestagswahl am 24. September zu einem Wechsel ...

Helmut Kohl

© über dts Nachrichtenagentur

Umfrage Mehrheit gegen Helmut-Kohl-Platz in ihrem Heimatort

Die Mehrheit der Deutschen lehnt die Umbenennung eines Platzes oder einer Straße im eigenen Heimatort zu Ehren von Helmut Kohl ab. Das ergab eine Umfrage ...

Weitere Schlagzeilen