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Wolfgang Schäuble

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14.09.2013

CDU Schäuble räumt Euro-Irrtum ein

„Die Kanzlerin nähert sich den Dingen schrittweise.“

Berlin – Kurz vor der Bundestagswahl hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erstmals eingeräumt, zu Beginn der Euro-Krise im Grundsatzstreit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Unrecht gewesen zu sein.

„Bei manchen Dingen fragt man sich hinterher, ob es nicht besser war, dass man sich nicht durchgesetzt hat“, sagte Schäuble der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) „Die Gegenprobe ist ja nicht gemacht worden. Ich sage im Nachhinein, es war wahrscheinlich gut.“

Der Minister betonte jedoch, der Streit sei inzwischen ausgestanden: „Seitdem sind Kanzlerin und Finanzminister in diesen Fragen immer auf derselben Linie gewesen.“

Nach Ausbruch der griechischen Schuldenkrise hatte Schäuble bereits im März 2010 schnelles Eingreifen verlangt und die Idee eines eigenen Europäischen Währungsfonds ins Spiel gebracht. Merkel versuchte das Thema hingegen bis zur nordrhein-westfälischen Landtagswahl zwei Monate später zu verschleppen, außerdem bestand sie auf der Einschaltung des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Kritiker sehen darin den Grund dafür, dass sich die Krise überhaupt auf andere europäische Länder ausweiten konnte. Merkel rechtfertigte sich mit dem Argument, nur durch ihre Verzögerungstaktik habe sie die Krisenländer zu grundlegenden Reformen bewegen können.

Gegenüber der F.A.S. äußerte sich Schäuble auch grundsätzlich über sein Verhältnis zu Merkel. „Die Kanzlerin nähert sich den Dingen schrittweise“, erläuterte er. „Das hat viele Vorzüge, weil man sich leichter prüfen kann, ob man auf dem richtigen Weg ist und falls notwendig Dinge auch leichter korrigieren kann.“

Schäuble fügte allerdings hinzu: „Wir sind unterschiedliche Typen, aber wir kommen gut miteinander aus. Wir beeinflussen uns gegenseitig.“

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