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Julia Klöckner

© Julia Klöckner

12.08.2012

Organspendeskandal CDU-Politikerin Klöckner fordert harte Konsequenzen

„Das Manipulieren von Patientendaten ist ein Fall für den Staatsanwalt.“

Mainz – Die CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende in Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner, fordert tiefgreifende Änderungen des neuen Transplantationsgesetzes als Konsequenz aus dem Organspendeskandal. „Das Manipulieren von Patientendaten ist ein Fall für den Staatsanwalt, das beschleunigte Verfahren eines für den Gesetzgeber“, schreibt Klöckner, die als Bundestagsabgeordnete die Arbeitsgruppe „Transplantationsmedizin“ in der Ethik-Kommission des Bundestags geleitet hatte, in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

Künftig dürfe nicht nur ein Arzt bei der Aufnahme es Patienten auf die Warteliste verantwortlich sein, sondern mehrere sollten stets die Daten eines potenziellen Organempfängers gegenzeichnen, schreibt die Unions-Politikerin. Da bei dem Skandal in Göttingen Laborwerte verfälscht wurden, „müssen alle Daten, die Eurotransplant schickt, von einem Laborarzt erneut überprüft werden.

Außerdem fordert sie, dass „alle Transplantationszentren in Deutschland darauf überprüft werden müssen, ob dort richtig gearbeitet wurde.“ Klöckner fordert, dass nach US-Vorbild „spezielle Prüfer eingesetzt werden, die flächendeckend, verdachtsunabhängig kontrollieren und ganze Transplantations-Verläufe begutachten.“

Es müsse zudem geprüft werden, ob das private Organspendesystem in ein staatliches überführt werden muss: „Leben und Tod kann man kaum einer unreglementierten Selbstverwaltung überlassen“, schreibt sie im „Handelsblatt“.

Sie fordert drakonische Strafen bei Missbrauch. „Harte Strafen bei Verstößen mit Entzug der Approbation oder der Schließung von Transplantationszentren“ dürfen laut Klöckner keine Ausnahmen sein.

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