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Jens Spahn

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23.08.2017

CDU Spahn kritisiert „elitäre Hipster“

„Das ist nicht weltoffen, sondern provinziell.“

Berlin – Der CDU-Politiker Jens Spahn hat die urbanen Milieus in Metropolen wie Berlin als „elitäre Hipster“ kritisiert, die „eine völlig neue Form der Parallelgesellschaft“ darstellten: „Wir erleben, wie sich elitäre Hipster gegenüber den Normalbürgern abschotten. Das ist nicht weltoffen, sondern provinziell“, so Spahn in einem Beitrag in der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Es gehe ihm vor allem um „uns Deutsche selbst“, so Spahn. Es sei eine „anbiedernde Bereitschaft, vorschnell und ohne Not die eigene Muttersprache hintanzustellen – selbst in Situationen, wo das gar nicht nötig wäre“. Das bloße Verwenden einer anderen Sprache sei kein Ausweis von Internationalität, sondern zeuge von „provinzieller Selbstverzwergung“.

Die Opfer der „elitären Hipster“, die lediglich Englisch sprechen würden, seien dabei sowohl diejenigen Deutschen, die des Englischen nicht so mächtig seien, als auch Zuwanderer. „Es ist doch absurd: Wir verlangen von Migranten mit Recht, dass sie Deutschkurse absolvieren, um sich zu integrieren. Währenddessen verlegen sich die Großstädte hipsterhaft aufs Englische und schotten sich so von Otto Normalverbraucher ab.“

Spahn zufolge werde damit nicht Weltoffenheit, sondern eine verschärfte Form des elitär-globalisierten Tourismus gelebt: „Alle, die nicht mithalten können bei der Generation Easyjet bleiben außen vor.“

Bei seiner Argumentation zog Spahn historische Parallelen: „Im 18. Jahrhundert wurde an allen europäischen Höfen französisch gesprochen“. Und weiter: „Versailles und die französische Kultur galt damals als Maß aller Dinge. Die Verwendung der Fremdsprache diente aber auch immer der Distinktion, der bewussten Abgrenzung zu den Unkundigen in den anderen Klassen: Bedienstete, Handwerker und Bauern sprachen kein Französisch. Heute erleben wir in den Biotopen unserer Großstädte eine neue Form dieser höfischen, elitären Kultur.“

Die allgegenwärtige Verwendung des Englischen in deutschen und europäischen Großstädten sei laut Spahn als „das augenfällige Symptom einer bedauerlichen kulturellen Gleichschaltung“ zu werten.

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