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14.03.2010

CDU-Landesminister Reiner Haseloff für gemeinnützige Arbeit von Langzeitarbeitslosen

Magdeburg – Für mehr gemeinnützige Arbeit für Langzeitarbeitslose gibt es auch in der CDU Sympathie. Zu der von der nordrhein-westfälischen SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Hannelore Kraft, ins Gespräch gebrachten Idee sagte der sachsen-anhaltinische Arbeitsminister Reiner Haseloff (CDU) dem Nachrichtenmagazin „Focus“: „Das Thema ist gesellschaftlich dran, und es muss tabufrei diskutiert werden.“ Er empfahl das in seinem Land praktizierte Modell der Bürgerarbeit, für die er jetzt ein „breites“ bundesweites Experimentieren von der Bundesregierung erwarte. Dieses Konzept schreibe niemanden auf Dauer ab, wie die nordrhein-westfälische CDU es Kraft vorgeworfen hatte: „Deshalb arbeiten die Leute auch nur 30 Stunden in der Woche, damit sie sich nebenher noch bewerben können.“ Haseloff verwarf die Kritik von Wirtschaftsverbänden, noch mehr gemeinnützige Arbeit könne reguläre Beschäftigung verdrängen: „Rollstuhl schieben im Park, Sterbenden vorlesen – das nimmt keiner Firma einen Job weg.“ Vielmehr bekämpfe Bürgerarbeit auch die Schattenwirtschaft. So hat sich nach Haseloffs Angaben in Sachsen-Anhalt erwiesen, dass sich bis zu ein Viertel der Langzeitarbeitslosen, denen Bürgerarbeit angeboten wird, in einen regulären Job abmelden.

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