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Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee

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18.06.2017

CDU Giousouf stellt Zusammenarbeit mit Ditib grundsätzlich infrage

„Dieser Verband hat sich weiter ins Abseits gestellt.“

Berlin – CDU-Integrationspolitikerin Cemile Giousouf hat die Zusammenarbeit mit dem türkisch-islamischen Verband Ditib grundsätzlich infrage gestellt.

„Wenn sich die Ditib nicht sehr bald von der türkischen Politik abgrenzt, sehe ich keine Möglichkeit mehr, weiterhin mit diesem Verband zusammenzuarbeiten“, sagte Giousouf der „Welt“. „Dieser Verband hat sich weiter ins Abseits gestellt.“

Die integrationspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag sagte, das Vertrauen in die Ditib sei „weiter erschüttert worden“, da Ditib in der vergangenen Woche die Unterstützung der von der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und dem muslimischen Friedensaktivisten Tarek Mohamad initiierten Demonstration abgelehnt hatte.

Mit dieser Verweigerung, so Giousouf weiter, habe die Ditib die Chance vertan, „zu zeigen, dass sie die Interessen der Muslime in Deutschland vertritt“. Es liege „im größten Interesse der hier lebenden Muslime, dem Terror klar ein Zeichen entgegenzusetzen“.

Besonders ärgerlich ist nach Auffassung von Giousouf, dass die Ditib den Eindruck erweckt habe, sie sei im Vorfeld der Demonstration nicht nach einer Beteiligung gefragt worden. „Richtig ist vielmehr, dass die Organisatoren alle Verbände gefragt haben und die Ditib sich bewusst dagegen entschieden hat“, sagte Giosouf.

Jetzt sei klar, dass die Ditib „nicht bereit ist, ihre Partikularinteressen und ihre politische Agenda im Verhältnis zum türkischen Staat zugunsten einer größeren Sache zurückzustellen“.

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