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Castor-Transport setzt fahrt in Richtung Lubmin fort

Magdeburg – Der Castor-Transport mit Atommüll hat am Donnerstagmorgen seine Fahrt in Richtung Zwischenlager Nord bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt. Der Zug hatte in der Nacht zu Donnerstag einen Zwischenstopp in Magdeburg eingelegt. Dabei wurden nach Angaben der Bundespolizei die Lok und das Personal ausgetauscht.

Der Transport liegt aufgrund technischer Probleme an einer Weiche in Halle und kleinere Gleisblockaden kurz vor Magdeburg inzwischen mehr als zwei Stunden hinter dem Zeitplan zurück. Rund und um die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts wurden 24 Atomkraftgegner in Gewahrsam genommen. Es wird vermutet, dass der Castor-Transport über Wittenberge in der brandenburgischen Prignitz weiterfährt. Der Zug sollte ursprünglich am Donnerstagvormittag in Lubmin eintreffen.

In den speziellen Behältern auf dem Zug befinden sich rund 2.500 Brennstäbe aus dem 1991 stillgelegten Kernforschungszentrum Karlsruhe und vom 1979 außer Betrieb gestellten deutschen Atomschiff „Otto Hahn“. Ein Großaufgebot von rund 3.000 Polizisten soll die Castoren sichern. Vor fünf Wochen war es bei einem Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben zu schweren Protesten gekommen.

16.12.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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