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Frau mit Kopftuch und Frau ohne Kopftuch

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25.03.2015

Buschkowsky Einwanderer müssen zur Integration bereit sein

„Es geht hier um Haltungen, Werte und tradierte Kulturriten.“

Berlin – Heinz Buschkowsky, scheidender SPD-Bürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, hat seiner Partei vorgeworfen, Integrationsdefizite von Zuwanderern allein auf soziale Ursachen zurückzuführen und betont, dass Einwanderer zur Integration bereit sein müssten.

„Es geht hier um Haltungen, Werte und tradierte Kulturriten. Ein feudales Patriarchat, die Vielehe, Akzeptanz von Gewalt innerhalb der Familie oder als Selbstjustiz, die Unterordnung der Frau als Lebewesen minderen Werts, all diese Dinge sind keine Folge des sozialen Status“, sagte Buschkowsky in einem Streitgespräch mit SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi für die Wochenzeitung „Die Zeit“.

„Die Erziehung von Mädchen zur Reinheit, Keuschheit und zum unbedingten Gehorsam und die der Jungen zu Tapferkeit, zu Manneskraft und zu Kampfesmut“ seien mit dem Menschenbild aufgeklärter Gesellschaften nicht zu vereinbaren. Einwanderer müssten zur Integration bereit sein, sie müssten Teil der neuen Gesellschaft werden wollen. „Fordert das eine Gesellschaft nicht ein, so wird sie nicht respektiert werden“, so Buschkowsky weiter.

Fahimi wehrte sich gegen Buschkowskys pessimistische Sicht. „Wenn Neukölln überall wäre, dann hätten wir keine 16,5 Millionen Deutsche mit sogenanntem Migrationshintergrund, die in unserem Land bestens integriert sind. Wie unter anderem ein Bezirksbürgermeister namens Buschkowsky und eine SPD-Generalsekretärin namens Fahimi belegen“, so die SPD-Politikerin.

„In der öffentlichen Wahrnehmung sind Ausländer entweder immer nur Täter oder immer nur Opfer. Ich will sie als aktive, mündige und stolze Bürger dieses Landes sehen.“ Diese Haltung bezeichnete Buschkowsky als „Einwandererkitsch“.

Streit gab es zwischen den beiden SPD-Politikern auch um die Rolle des Islam. Der Satz, Islamismus habe mit dem Islam nichts zu tun, sei absurd, so Buschkowsky. Fahimi wiederum setzt Hoffnungen in einen „aufgeklärten, europäischen Islam“, der die Trennung von Kirche und Staat akzeptiere und zum kulturellen Erbe Europas gehöre. Das sei „reines Wunschdenken“, so Buschkowsky.

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