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29.10.2009

Bundeswehr sieht Entlastung durch Nato-Bericht zu Luftangriff

Berlin – Der heute von der Nato vorgelegte Untersuchungsbericht stellt nach Ansicht der Bundeswehr eine Entlastung der deutschen Militärführung dar. Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan zweifle demnach nicht am „in operativer Hinsicht“ angemessenen Handeln der deutschen Einsatzkräfte. Der zuständige Oberst habe die Lage korrekt eingeschätzt und somit eine Gefährdung von Unbeteiligten ausschließen können, so Schneiderhan. Der Bericht bezieht sich auf den umstrittenen Luftangriff auf zwei Tanklaster vom 4. September, die nahe Kundus von Kämpfern der radikal-islamischen Taliban entführt worden waren. Darin ist allerdings nur von ungenauen Opferzahlen die Rede. So seien zwischen 17 und 142 Menschen getötet worden. Die Zahl der getöteten Zivilisten liege zwischen 30 und 40. Schneiderhan zufolge sei das jedoch kein Beleg dafür, „dass durch den Luftschlag unbeteiligte Personen getötet wurden.“ Zudem verwies der Generalinspekteur darauf, den Vorfall nicht isoliert zu betrachten. So seien in den vorangegangenen acht Monaten bereits sechs Anschläge mit gestohlenen Lastwagen und Tanklastern durchgeführt worden, für einen derartigen Angriff auf das deutsche Wiederaufbauteam in Kundus habe es Hinweise gegeben. Der Luftangriff hatte für scharfe Kritik im In- und Ausland gesorgt.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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