Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

27.11.2009

Bundeswehr-Affäre Druck auf Franz Josef Jung wächst weiter

Berlin – Im Rahmen der Informationspanne bei der Bundeswehr wächst der Druck auf den ehemaligen Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) weiter an. Wie die „Bild“-Zeitung heute berichtet, soll sich Jung während seiner gestrigen Erklärung im Bundestag und bereits in einer Stellungnahme am 8. September in Widersprüche verstrickt haben. Demnach zitierte der ehemalige Verteidigungsminister aus einem Einzelbericht des Regionalkommandos Masar-i-Scharif vom 6. September, in dem der Gouverneur von Kunduz gegenüber dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai erklärte, dass bei dem NATO-Luftangriff nur Taliban getötet wurden. Dieser von Jung zitierte Einzelbericht sei jedoch zusammen mit den anderen Berichten, in denen auch von zivilen Opfern die Rede ist, auf dem gleichen Weg am 6. September an das Einsatzführungskommando in Potsdam geschickt worden. Die einzelnen Meldungen wurden dann am 9. September für den Feldjäger-Bericht zusammengestellt. Gestern hatte der amtierende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Informationspanne im Ministerium eingeräumt und den Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und den Staatssekretär Peter Wichert entlassen. Jung hatte einen von der Opposition geforderten Rücktritt abgelehnt.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bundeswehr-affaere-druck-auf-franz-josef-jung-waechst-weiter-4089.html

Weitere Nachrichten

Sahra Wagenknecht Linke

© Sven Teschke / CC BY-SA 3.0 DE

Linke Wagenknecht warnt vor Eskalation im Verhältnis zu Russland

Die Linksfraktion im Bundestag fordert mit Blick auf Nato und EU "ein Ende der neuen Rüstungsspirale sowie der Sanktions- und Konfrontationspolitik ...

Spähpanzer Luchs

© Darkone / CC BY-SA 2.0

Militärausgaben SPD nennt Zwei-Prozent-Ziel der Nato abenteuerlich

Die Forderung der Nato, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigungszwecke auszugeben, hält die SPD für abenteuerlich. Im Gespräch mit ...

Rainer Arnold  und Frank Walter Steimeier

© Dirk Baranek / CC BY 2.0

SPD Union kündigt Verteidigungs-Konsens auf

Im Streit um die Reform der Parlamentsrechte bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr wirft die SPD dem Koalitionspartner Union einen "tiefen Bruch der ...

Weitere Schlagzeilen