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10.10.2011

Bundestrojaner Hinweise auf Nutzung durch Landeskriminalämter

„Wir haben sehr konkrete Hinweise darauf.“

Berlin – Der vom Chaos Computer Club (CCC) enttarnte Bundestrojaner soll von mehreren Landeskriminalämtern eingesetzt worden sein. Das sagte der Sprecher des CCC, Frank Rieger, zu Bild.de. „Wir haben sehr konkrete Hinweise darauf, dass die Software bei verschiedenen Landeskriminalämtern zum Einsatz gekommen ist“, erklärte Rieger. Gleichzeitig räumte er ein, dass keine der untersuchten Festplatten eindeutige Hinweise auf einen Trojaner-Einsatz beim Bundeskriminalamt lieferten.

Der Rechtsanwalt Patrick Schladt teilte inzwischen mit, dass einer der vom CCC analysierten Trojaner von der Festplatte eines seiner Mandanten stamme. In diesem Fall handele es sich um einen „Screenshot“-Trojaner. Diese Maßnahme sei von den bayerischen Behörden kontrolliert worden.

Zu der These, dass es sich bei der analysierten Software um ein altes, nicht mehr eingesetztes Programm handele, sagte Rieger: „Das aktuellste Sample, das wir analysieren konnten, stammt vom Dezember 2010. Es ist also nicht einmal ein Jahr alt. Wir haben verschiedene Versionen entdeckt, die offenbar weiterentwickelt worden sind.“

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