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Gewerkschaft kritisiert Neuregelung

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22.02.2013

Ausbildung in der Altenpflege Gewerkschaft kritisiert Neuregelung

Paschke verlangt eine Pflegevollversicherung.

Berlin – Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hält das vom Bundestag am Donnerstag beschlossene Gesetz zur Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege für unzureichend. Angesichts des steigenden Bedarfs an Pflegefachkräften sei es „überfällig, die Attraktivität der Pflegeberufe insgesamt zu steigern“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke der Nachrichtenagentur dapd. Es reiche nicht aus, die Ausbildungszeiten für Altenpfleger zu verkürzen.

Nötig seien vor allem bessere Entlohnung, bessere Ausbildungs- und bessere Arbeitsbedingungen durch mehr Personal. Ver.di mache sich deshalb für eine bundeseinheitlich geregelte Personalbemessung stark, die sich am tatsächlichen pflegerischen Bedarf orientieren solle. Zugleich verwies Paschke darauf, dass Entlohnung und Attraktivität der Altenpflegeberufe stark von der Refinanzierung abhingen. Sie plädierte daher für die Einführung einer Pflegevollversicherung, „die sowohl die Angehörigen von Pflegebedürftigen entlastet, als auch die finanzielle Ausstattung des Pflegesektors insgesamt verbessert“.

Nach dem Gesetz kann die Ausbildung zum Altenpfleger bei entsprechenden Vorkenntnissen um ein Drittel auf zwei Jahre verkürzt werden. Der Bundesrat muss dem Gesetzentwurf noch zustimmen.

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