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07.12.2009

Bundesregierung will Angehörige der Opfer des NATO-Luftschlags entschädigen

Berlin – Die Bundesregierung wird die Hinterbliebenen der Opfer des NATO-Luftangriffs bei Kunduz vom 4. September finanziell entschädigen. Wie hoch die Wiedergutmachungen ausfallen werden, ist bislang allerdings noch unklar. Über eine konkrete Summe wird die Regierung in den kommenden Tagen mit dem Bremer Rechtsanwalt Karim Popal verhandeln. Popal ist Deutsch-Afghane und vertritt eigenen Angaben zufolge 78 Angehörige der Opfer des Luftschlags. Die Bundesregierung war auf Popal zugegangen, um eine unbürokratische und schnelle Lösung zu finden und einen möglichen, langwierigen Rechtsstreit mit den Hinterbliebenen zu vermeiden.

Sollte es zu keiner Einigung kommen, behalte er sich eine Schadensersatzklage wegen fehlerhaften und grob fahrlässigen Verhaltens gegen die Bundeswehr vor, so der Anwalt. Nach dem Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Jung sowie der beschlossenen Gründung eines Untersuchungsausschusses sei nach Ansicht Popals nun auch die Bundesregierung an der Reihe, Verantwortung zu übernehmen. Bei dem Luftschlag von Kunduz waren bis zu 142 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Zivilisten.

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