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17.04.2010

Bundespolizei will mehr Personal an Bahnhöfen einsetzen

Potsdam – Auf Regional- und Fernbahnhöfen will die Bundespolizei künftig mehr Präsenz zeigen. Das gehe aus einem Brief von Bundespolizeipräsident Matthias Seeger vom 22. März an seine Kollegen hervor, berichtet der „Spiegel“. Hintergrund sei ein für die Behörde wenig schmeichelhafter Bericht des Bundesrechnungshofs.

Darin stellten die Prüfer fest, dass bei mehr als einem Viertel der 121 Reviere zu wenig Beamte im Einsatz seien, um die Wachen zu besetzen und gleichzeitig regelmäßig Streife zu gehen. Die Bundespolizei, die auf Bahnhöfen für die Sicherheit verantwortlich ist, müsse daher besser organisiert werden. Neben Personal mangele es an Leitlinien und an Konzepten für den Bahneinsatz, so die Rechnungsprüfer.

Die Bahn hatte Mitte März eine Sicherheitsoffensive angekündigt. So soll unter anderem das bahneigene Sicherheitspersonal in den Ballungsräumen um 150 Mitarbeiter aufgestockt und die Videoüberwachung der Bahnhöfe verbessert werden. Das positive Signal der Bahn, so heißt es nun in Seegers Schreiben an die Bundespolizeidirektionen, könne auch „Fragen zur Präsenz der Bundespolizei aufwerfen“, die der Polizeipräsident umgehend verbessern will.

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