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Bundesliga-Rückrunde – Jagd auf den FC Bayern beginnt

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18.01.2012

Rückrunde Bundesliga-Rückrunde – Jagd auf den FC Bayern beginnt

Heynckes: “Bayern wird weiterhin die Liga dominieren” – Zwei neue Trainer – Magaths Shoppingtour.

Düsseldorf – Alleingang von Bayern München, weiterer Coup von Titelverteidiger Borussia Dortmund oder doch die große Überraschung durch Schalke 04: Wenn am Freitag die Fußball-Bundesliga nach 33 Tagen Pause mit dem Klassiker zwischen Borussia Mönchengladbach und dem Herbstmeister aus München in die Rückrunde startet, sind die Vorzeichen im Kampf um die Schale klar. Der FC Bayern ist der große Favorit und will das Gesetz der Serie fortsetzen. In der jüngeren Vergangenheit wanderte alle zwei Jahre der Titel an die Säbener Straße: 2006, 2008, 2010.

Und 2012? Dem bayerischen Selbstverständnis entsprechend braucht sich die Konkurrenz aus dem Revier gar keine Hoffnungen machen, die 23. Meisterschaft der Klubgeschichte verhindern zu können. “Einmal kann eine deutsche Meisterschaft am FC Bayern vorbeigehen, ein zweites Mal nicht”, kündigte Münchens Sportdirektor Christian Nerlinger vollmundig an, und auch Trainer Jupp Heynckes ist sich seiner Sache sicher: “Bayern München wird auch weiterhin die Bundesliga dominieren. Das ist doch klar.”

Drei Punkte beträgt der Vorsprung des Rekordmeisters auf die beiden Revier-Rivalen, was zumindest mehr Spannung verspricht als vergangene Saison. Da hatte der BVB mit einem Zehn-Punkte-Polster auf seine Verfolger die Rückserie in Angriff genommen und sich auch danach von der Münchner “Abteilung Attacke” nicht beeindrucken lassen. Ähnlich zurückhaltend verfährt der Meister auch in diesem Jahr. “Wir wollen nicht an der Vormachtstellung der Bayern rütteln, die steht ohnehin in Stein gemeißelt”, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Die erneute Champions-League-Teilnahme ist das erklärte Ziel von Trainer Jürgen Klopp: “Wir wollen die beste Rückserie spielen, zu der wir in der Lage sind.” Träume vom ersten Titel nach 54 Jahren sind auch wenige Kilometer weiter bei Schalke und Trainer Huub Stevens verboten. So bleibt das Sprücheklopfen eine einseitige Angelegenheit. Dabei hatte das Jahr alles andere als erfolgreich für die Münchner begonnen. Nationalspieler Marco Reus hat den Bayern eine Absage erteilt und wechselt im Sommer für 17,1 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach in seine Heimatstadt Dortmund.

Pikanterweise eröffnet Reus mit dem Tabellenvierten Gladbach, der die beste Hinrunde seit 35 Jahren gespielt hat, das EM-Jahr gegen die Bayern. Dann wird es auch einen ersten Hinweis geben, wie standhaft das Gladbacher Gefüge ist. Die bevorstehenden Abgänge von Reus und Roman Neustädter (Schalke 04) haben die Stimmung getrübt. So machten sich jüngst auch schon Trainer Lucien Favre, Dante und Juan Arango Gedanken über ihre Zukunft. Kein Wunder, dass die bei den Fans die Angst vor dem großen Ausverkauf umgeht.

Davon kann in Wolfsburg keine Rede sein. Chefeinkäufer Felix Magath setzte in der Winterpause zur großen Shopping-Tour an und lotste für geschätzte 30 Millionen Euro acht neue Spieler zum VfL. Ansonsten blieben die großen Transfers (noch) aus. Vielmehr verlässt ein Star die Liga: Papiss Demba Cisse wechselt für über zehn Millionen Euro von Liga-Schlusslicht SC Freiburg zu Newcastle United.

Das dürfte die Aufgabe des neuen SC-Trainers Christian Streich nicht einfacher machen. Nach nur 13 Punkten in der Hinserie hat der bisherige Co-Trainer die Nachfolge von Marcus Sorg angetreten. Neben Freiburg hat auch Aufsteiger Hertha BSC den Trainer ausgetauscht. Nach dem beispiellosen Possenspiel um Markus Babbel soll nun Michael Skibbe für ruhigere Zeiten in Berlin sorgen.

Vorrangiges Ziel dürfte für Skibbe der Klassenerhalt sein. Nicht weniger als zwölf Mannschaften müssen sich mehr oder weniger Sorgen um den Ligaverbleib machen. Gerade einmal sieben Punkte trennen den Siebten Hannover 96 (23 Zähler) vom Tabellen-16. 1. FC Kaiserslautern. Zum Vergleich: Im Vorjahr erwischte es noch Eintracht Frankfurt trotz einer Hinrundenausbeute von 26 Punkten. Nur die gleiche Punktzahl kann aktuell auch Bayer Leverkusen vorweisen. Kein Wunder, dass Trainer Robin Dutt dort unter besonderer Beobachtung steht.

Das gilt auch für mehr als 100 Spieler, deren Verträge zum Saisonende auslaufen. Unter anderem stehen dabei Stars wie Michael Ballack, Raul, Tim Wiese, Rene Adler oder Mladen Petric im Schaufenster.

Bis zum Bundesliga-Finale am 5. Mai sind aber auch die Fans nach dem Streit um das Verbot von Pyrotechnik und die Schiedsrichter nach dem turbulenten Jahr mit dem Suizidversuch von Babak Rafati im Blickpunkt. Wichtige Entscheidungen warten auch auf die Deutsche Fußball Liga (DFL). Im ersten Halbjahr soll die Vermarktung der Medienrechte ab der Saison 2013/14 abgewickelt werden. Die DFL erwartet eine Steigerung der bisherigen Einnahmen von 412 Millionen Euro pro Jahr.

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