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29.03.2010

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf schwierigem Türkei-Besuch

Ankara/Berlin – Für Bundeskanzlerin Angela Merkel beginnt heute ihr zweitägiger Besuch in der Türkei. Bereits im Vorfeld hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit seiner Forderung nach türkischen Gymnasien in Deutschland für eine angespannte Stimmung gesorgt. Kanzlerin Merkel hatte diese Forderung entschieden abgelehnt.

„Warum dieser Hass gegen die Türkei? Ich verstehe es nicht“, fragte Erdogan danach mitreisende türkische Journalisten während eines Besuchs in Libyen. In Bezug auf den Schulstreit verwies Merkel darauf, dass an Schulen in Berlin und anderen Städten bereits Türkisch unterrichtet werde und dass Türkisch dort auch Abiturfach sein könne. Wichtiger sei aus Sicht der Bundeskanzlerin, dass eine gute Ausbildung gewährleistet werde. Menschen, die dauerhaft in Deutschland leben, müssten ihrer Meinung nach die deutsche Sprache wirklich gut beherrschen, um erfolgreich sein zu können.

Zu den weiteren Themen bei dem Treffen zwischen Merkel und Erdogan gehören die jahrelangen Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und dem NATO-Partner Türkei, die bereits 2005 begannen. Einer Vollmitgliedschaft steht die Bundeskanzlerin immer noch skeptisch gegenüber. Allerdings versucht sie, auf ihrem Türkei-Besuch für eine sogenannte „privilegierte Partnerschaft“ zu werben. Zudem will Merkel über die Lage im Nahen Osten sowie über den schwierigen Versöhnungsprozess der Türkei mit Armenien sprechen.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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