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Mutter mit Kinderwagen

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19.03.2015

Bundesgerichtshof BGH-Präsidentin hält Leihmutterschaft für problematisch

„Was mich daran nachhaltig stört, ist die Entgeltlichkeit.“

Karlsruhe – Die neue Präsidentin des Bundesgerichtshofs, Bettina Limperg, hat zur Leihmutterschaft erklärt, sie halte es für „problematisch, wenn Verträge über den Körper einer dritten Person geschlossen werden“.

„Was mich daran nachhaltig stört, ist die Entgeltlichkeit“, sagte Limperg im Gespräch mit der F.A.Z. (Freitagsausgabe). „Die Vertragsparteien verhandeln nicht auf Augenhöhe, wirtschaftliche Not trifft hier auf wirtschaftliche Potenz.“ Wenn Leihmutterschaft zu einem Geschäftsmodell werde, „lauern überall Gefahren“.

Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass ein deutsches Paar, das bei einer US-Leihmutter ein Kind bestellt hat, rechtlich als dessen Eltern gilt. Dazu sagte Limperg, sie fürchte, dass „die tatsächliche Entwicklung, das deutsche Verbot der Leihmutterschaft im Ausland zu umgehen, schon sehr weit fortgeschritten ist“. Die Justiz allein werde das Problem nicht lösen können, damit müsse sich der Gesetzgeber beschäftigten.

Im Interview mit der F.A.Z. fügte sie hinzu: „Ich habe großes Verständnis, dass Eltern mit unerfülltem Kinderwunsch nach anderen Möglichkeiten suchen. Aber man kann auch nicht alles `machen` – weder am Anfang noch am Ende des Lebens“.

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