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Bundesbank rechnet mit Milliarden-Risiken

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13.03.2012

Euro-Raum Bundesbank rechnet mit Milliarden-Risiken

Gewinn bricht wegen Rückstellungen auf 643 Millionen Euro ein.

Frankfurt/Main – Die hohen Risiken für Deutschland infolge der Euro-Krise haben den Gewinn der Bundesbank im vergangenen Jahr deutlich einbrechen lassen. Die deutsche Zentralbank überwies einen Überschuss von 643 Millionen Euro an den Bund, wie Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Dienstag in Frankfurt am Main sagte. Ein Jahr zuvor hatte das Plus noch 2,206 Milliarden Euro betragen.

„Der Grund für den Rückgang des Gewinnes findet sich vor allem in der Erhöhung der Risikovorsorge“, erklärte Weidmann. Die Rückstellungen für Risiken seien um 4,1 Milliarden auf 7,7 Milliarden Euro erhöht worden. Die Ausfallrisiken des Staatsanleihekaufprogramms und der Refinanzierungskredite für Banken hätten sich durch den größeren Umfang und den gestiegenen Risikogehalt „deutlich erhöht“, sagte der Bundesbankpräsident.

Ein Anstieg der Nettozinserträge um 800 Millionen auf 4,8 Milliarden Euro bewahrte die Bundesbank vor einem Verlust. „Ursächlich für den Anstieg der Zinserträge sind die im Jahresdurchschnitt höheren Leitzinsen im Eurosystem und die gestiegenen Bestände von Wertpapieren in Euro“, sagte Weidmann.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft hätten sich aber zuletzt deutlich aufgehellt. Der Arbeitsmarkt werde sich weiter beleben. Wenn sich der Rohölpreis stabilisiere, werde im Jahresverlauf auch der Anstieg der Verbraucherpreise nachlassen.

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