Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

13.10.2009

Bundesbank entmachtet Sarrazin

Frankfurt am Main – Die Bundesbank hat sein Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin infolge der umstrittenen Äußerungen über Ausländer „entmachtet“. Wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte, wird Sarrazin in Zukunft keine Befugnisse mehr für den Bereich Bargeld haben, sondern nur noch für Informationstechnologie und das Risiko-Controlling. Sein Nachfolger im Zuständigkeitsbereich Bargeld wird Vorstandsmitglied Hans Georg Fabritius, der zudem Controlling und Zahlungsverkehr überwacht.

Die Degradierung Sarrazins ist die Folge eines strittigen Interviews, in welchem er sich abfällig über türkische und arabische Einwanderer geäußert hatte. Sarrazin hatte sie als „weder integrationswillig noch integrationsfähig“ bezeichnet. Weiterhin hätten sie „keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel“ und „produzierten ständig neue kleine Kopftuchmädchen“.

Obwohl sich der ehemalige Finanzsenator in Berlin bereits für seine Äußerungen entschuldigt hat, war von einem Rücktritt seinerseits bislang nicht die Rede.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bundesbank-entmachtet-sarrazin-2499.html

Weitere Nachrichten

Ralf Jäger SPD

© SPD-Landtagsfraktion NRW / gemeinfrei

Bericht Immer mehr Klagen gegen neues NRW-Beamtenrecht

69 Beamte des Landes NRW sind bislang juristisch gegen die neue Dienstrechtsreform vorgegangen. Das geht aus einem neuen Bericht von NRW-Innenminister Ralf ...

Euroscheine Geld

© Friedrich.Kromberg / W.J.Pilsak / CC BY-SA 3.0

Sparkassenpräsident Strafzins ist nicht ausgeschlossen

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), will einen Strafzins für Kleinsparer langfristig nicht ausschließen. "Auch ...

Rentner

© bstrupp / gemeinfrei / pixabay.com

DIW-Chef Fratzscher Höheres Rentenalter unvermeidbar

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hält eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus nach dem Jahr 2030 für unvermeidbar. "Die ...

Weitere Schlagzeilen