newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Bundesbank beschließt Trennung von Thilo Sarrazin
© Deutsche Bundesbank

Thilo Sarrazin Bundesbank beschließt Trennung von Thilo Sarrazin

Frankfurt/Main – Die Bundesbank hat am Donnerstagnachmittag einstimmig für eine Trennung des umstrittenen Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin votiert.

Laut dem Finanzinstitut habe man bei Bundespräsident Christian Wulff die Abberufung des SPD-Politikers beantragt. „Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat heute einstimmig beschlossen, beim Bundespräsidenten die Abberufung von Dr. Thilo Sarrazin als Mitglied des Vorstandes zu beantragen“, hieß es dabei in der kurzen Mitteilung.

Sarrazin war vor allem wegen seiner ausländerfeindlichen Äußerungen gegenüber Migranten in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ in die Kritik geraten.

Die Bundesbank selbst hatte sich bereits Anfang der Woche öffentlich von Sarrazin distanziert. Auch der politische Druck auf die Bundesbank hat im Laufe der Woche zugenommen. „Ich glaube, dass jetzt der Vorstand der Deutschen Bundesbank schon einiges tun kann, damit die Diskussion Deutschland nicht schadet – vor allem auch international“, sagte Bundespräsident Wulff am Mittwoch.

Zudem forderten Politiker aller Parteien eine Abberufung Sarrazins von seinem Posten. Die SPD, in der Sarrazin Mitglied ist, hat zudem ein Ausschlussverfahren eingeleitet. Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, zeigte sich empört über die Äußerungen Sarrazins und forderte Konsequenzen.

Die Entlassungsurkunde muss nun von Bundespräsident Wulff und womöglich auch der Bundesregierung unterzeichnet werden. Die Bundesbank fürchtete im Vorfeld des Beschlusses jedoch, dass Sarrazin sich in den Vorstand „zurück klagen“ könnte.

Berlins regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit (SPD), begrüßte die Entscheidung derweil als konsequent. Unter Wowereit war Sarrazin als Finanzsenator in Berlin tätig. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel habe laut Medienberichten die Entscheidung mit Respekt zur Kenntnis genommen.

02.09.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Bauwirtschaft Tarifverhandlungen werden vertagt

Die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für die rund 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden vertagt. In der rund 10stündigen Verhandlung ist es unter anderem gelungen, sich auf einen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen zu verständigen. ...

Thomas-Cook-Pleite Staat kommt billiger davon als gedacht

Die Entschädigungen für Kunden des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook kosten den Staat deutlich weniger als erwartet. Statt der von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) geschätzten 225 Millionen Euro hat das Thomas Cook Bundportal, das für die ...

Bauernprotest droht Abschlussbericht erzürnt Landwirte

ZDK Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 ist der falsche Weg

E-Fahrzeuge ZDK begrüßt Verlängerung der Innovationsprämie

DB Cargo-Chefin Nikutta China-Geschäft boomt wie nie

Willkommen im Club! Die Zusatzangebote der großen Online-Shops

Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL-Chef Weselsky für Personalabbau bei der Bahn

Hartges „Das ist kein Öffnungs-, sondern ein Schließungsplan“

Nachtzug-Geschäft Deutsche Bahn kauft keine neuen Schlafwagen

Autoexperte Das Apple-Auto wird es nicht geben

Corona-Pandemie Krankenhausärzte warnen vor Kliniksterben

Bericht Beschwerden über Airlines erreichen Rekordniveau

Schleppende Versorgung Wachsende Kritik an Corona-Impfstoffherstellern

Handelsverband Lockdown „Katastrophe“ für den niedersächsischen Handel

Corona-Pleiten 60 Prozent mehr Insolvenzgeld überwiesen als im Vorjahreszeitraum

Nah- und Fernverkehr Mehr als ein Drittel aller Bahnsteige der Bahn nicht barrierefrei

Coronavirus GDL-Chef Weselsky fordert Impfvorrang für Bahnbeschäftigte

SPD Fraktionschef fordert Staatseinstieg bei Thyssenkrupp

Gastronomie Aus Novemberhilfen müssen Winterhilfen werden

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »