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Westerwelle zieht ernüchternde Bilanz

© Deutscher Bundestag / Thomas Trutschel / photothek.net

06.10.2011

Afghanistan Westerwelle zieht ernüchternde Bilanz

„Manch überzogene Erwartung an den Einsatz musste korrigiert werden.“

Berlin – Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat eine ernüchternde Bilanz des Einsatzes der Alliierten in Afghanistan gezogen. Mit Blick auf den zehnten Jahrestag des Angriffs auf das Taliban-Regime schrieb Westerwelle in der „Bild-Zeitung“: „Manch überzogene Erwartung an den Einsatz musste korrigiert werden.“ Er fügte hinzu: „Der Weg zum Frieden wird immer wieder von blutigen Terroranschlägen überschattet. Wir müssen auf weitere Rückschläge und Opfer gefasst sein.“

Der Minister bekräftigte zugleich den Fahrplan für einen Abzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan: „Bis Ende 2014 übernimmt Afghanistan die volle Verantwortung für seine Sicherheit. Dann wird es keine deutschen Kampftruppen mehr in Afghanistan geben. Unsere Soldaten sind seit zehn Jahren in Afghanistan. Es dürfen nicht noch einmal zehn Jahre werden.“

Er ergänzte: „Wir werden den Abzug so gestalten, dass die Nachhaltigkeit des Übergabeprozesses nicht gefährdet wird. Afghanistan muss dauerhaft stabil sein, damit es nicht wieder Zentrum des Weltterrorismus werden kann. Deshalb muss sich die Weltgemeinschaft langfristig für Wiederaufbau und Entwicklungschancen engagieren.“

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