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Bundesagentur fuer Arbeit

© Christian A. Schröder (ChristianSchd) / CC BY-SA 4.0

30.03.2015

"Negativrekord" Bundesagentur spart halbe Milliarde Euro bei Langzeitarbeitslosen

„Die Chancen der Arbeitslosen auf eine Förderung sind 2014 nochmals gesunken.“

Düsseldorf – Die Job-Center der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben 2014 eine halbe Milliarde Euro, die eigentlich für Qualifizierungen und andere Fördermaßnahmen von Langzeitarbeitslosen vorgesehen waren, zur Deckung ihrer Verwaltungskosten verwendet. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe) vorliegt.

Von den 3,1 Milliarden Euro, die im „Eingliederungstitel“ der Bundesagentur für Wiedereingliederungsmaßnahmen bereitstanden, wurden 2014 demnach 522 Millionen Euro oder fast 15 Prozent in die Verwaltungsbudgets der Job-Center umgeschichtet. „Das ist ein neuer Negativrekord“, kritisierte Grünen-Politikerin Brigitte Pothmer.

Tariflohnerhöhungen, steigende IT- und Heizkosten führten in den Job-Centern zu steigenden Verwaltungskosten. Das dafür vorgesehene Budget wurde in den vergangenen Jahren jedoch eingefroren. Die Job-Center griffen deshalb zunehmend auf den Eingliederungstitel zurück. Das ist ihnen erlaubt, weil Verwaltungs- und Eingliederungstitel gegenseitig deckungsfähig sind.

„Die Chancen der Arbeitslosen auf eine Förderung sind 2014 nochmals gesunken, das zeigen auch die geringen Aktivierungsquoten“, sagte Pothmer.

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